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Star Trek
Vulcan! Autorin: Kathleen Sky 1978, Bantam Books ISBN 0-553-24633-X 175 Seiten |
Durch eine Raumanomalie fällt der Planet Arachnae bald in das romulanische Gebiet der Neutralen Zone. Kirk erhält den Auftrag zu untersuchen, ob auf Arachnae intelligentes Leben vorhanden ist. Dies hätte die Konsequenz, daß die Bevölkerung zumindest informiert werden muß, ob sie unter romulanischer Jurisdiktion bleiben oder lieber evakuiert werden möchte. Da schon erste Siedlungsschiffe der Romulaner auf dem Weg sind, muß diese Untersuchung schnell von statten gehen.
Zu diesem Zweck wird Dr. Katalya Tremain, eine renommierte Xeno-Biologin, an Bord der Enterprise versetzt. Vom ersten Moment wird klar, daß sie eine abgrundtiefe Abneigung gegen Vulkanier hat - was die Lage erschwert, da Spock das Außenteam auf Arachnae führen soll. Sie selbst ist sich nicht im klaren darüber, was diese Abneigung auslösen könnte, also versucht McCoy durch verschiedene psychologische Tests dem auf den Grund zu gehen. Er erhält kein schlüssiges Ergebnis...
Tremain nimmt sich allerdings zusammen, also kann die Außenmission wie geplant starten. Kaum ist das Team auf dem Planeten, wird das Lager angegriffen... Die Kommunikation mit der Enterprise bricht ab, das Lager wird verwüstet und alle bis auf Tremain und Spock werden umgebracht. Nun sind die beiden auf sich gestellt.
"Vulcan!" ist ein recht zwiespältiges Buch. Einerseits ist es zwar interessant geschrieben, andererseits beinhaltet es Dinge, die den Charakteren nicht entsprechen. So z.B. lächelt Spock des öfteren... ein lächelnder Vulkanier? Gut, Spock hat auch menschliche Aspekte in seinem Wesen, aber lächeln habe ich ihn trotzdem nie gesehen!
Dann fiel mir die Eile, in der der Planet auf einmal untersucht werden muß, negativ auf. Es ist doch wohl seit längerem bekannt, daß er bald auf romulanischem Territorium sein wird, und da kommt man erst jetzt drauf, ihn nach Leben zu durchsuchen? Naja!
Tremain ist natürlich nicht nur Wissenschaftlerin, sondern auch eine attraktive Frau, die diesmal nicht Kirk, sondern McCoy den Kopf verdreht. Daher gibt es natürlich auch wieder einigen Zündstoff zwischen dem Arzt und Spock, der die unparteiische Beurteilung von Tremain gefährdet sieht, sollte McCoy eine Beziehung mit ihr eingehen. Ganz unrecht hat er nicht, denn später erkennt McCoy, daß er bei dieser psychologischen Beurteilung im falschen Moment zurückgesteckt hat.
Daß Katalyas Abneigung gegen Vulkanier natürlich nicht auf Haß basiert, sondern auf verletzten bzw. ignorierten Gefühlen, versteht sich schließlich von selbst. Von daher ist das alleinige Spannungsmoment dieses Romans die Frage, ob diese Wesen auf Arachnae jetzt intelligent sind oder nicht - und das ist doch recht dürftig.
"Vulcan!" kann ich als Zwischendurch-Lektüre empfehlen - einen tieferen Eindruck hinterläßt dieses Buch nicht.