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Star
Trek: Voyager #7
Geisterhafte Visionen
Autoren: Mark A. Garland & Charles G. McGraw
Heyne 06/5407
ISBN 3-453-12644-0
DM 12,90 / öS 94,00
283 Seiten |
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Eines Nachts hat Chakotay das Gefühl, als würde ein Geist in
sein Quartier eindringen und er hat eine Vision. Er sieht verschiedene
Szenen, die sich auf einem fremden Planeten abspielen. Doch auf einige
friedliche Szenerien folgen Tod und Zerstörung. Er sieht, wie sich
der Boden öffnet und das glutflüssige Innere des Planeten herausgeschleudert
wird. Der Planet scheint dem Untergang geweiht; und mit ihm alle Lebewesen,
die auf ihm leben. Chakotay vermutet, daß die Vision eine Art Hilferuf
von einer fremden Welt ist. Bevor er aber mehr herausfinden kann, ist der
ganze Spuk auch schon wieder zu Ende.
Als er am nächsten Tag die Brücke betritt, ist er ein wenig
überrascht, daß sich nichts getan hat. Er hätte irgendwie
erwartet, daß man seltsame Signale oder ähnliches aufgefangen
hätte, die in Verbindung mit seiner Vision stehen. Statt dessen nähert
sich die Voyager wie vorgesehen dem Drenar-System, wo man ein Experiment,
das von Captain Janeway und Lieutenant Torres vorbereitet wurde, durchführen
möchte. Neelix hat das System empfohlen, da er dort gute Bedingungen
für das Experiment vermutet. Kurz bevor die Voyager in das Drenar-System
einfliegt, ruft Chakotay Captain Janeway auf die Brücke. Nur wenige
Augenblicke später betritt sie auch schon zusammen mit Neelix den
Kontrollraum der Voyager. Neelix möchte wissen, was sie überhaupt
plant und Janeway erklärt kurz das Experiment. Es sollen dabei die
Bussard-Bugschaufeln verwendet werden, um Rohstoffe von einem Mond im Orbit
eines Gasriesen zu gewinnen. Aus dem gesammelten Material soll dann Basisdeuterium
erzeugt werden.
Als die Voyager nach Beendigung des Warp-Fluges in den Normalraum zurückfällt,
erlebt die Crew eine Überraschung. Das Schiff wird kräftig durchgeschüttelt,
da es in den Gravitationssog eines vorüberfliegenden braunen Zwerges
gerät. Es gelingt, mit Müh und Not zu entkommen. Das Schiff ist
jedoch schwer beschädigt. Der Warpantrieb, die Phaser, der Transporter
und zahlreiche andere Systeme sind lahmgelegt. Außerdem sind viele
Besatzungsmitglieder leicht verletzt.
Da das Schiff ohne den Warpantrieb ohnehin nicht weit kommt, wird beschlossen,
das Experiment trotzdem durchzuführen. Und so geschieht es dann auch.
Das Experiment ist erfolgreich - wenn auch nur in begrenztem Rahmen.
Jetzt wird mit der Sondierung des Sonnensystems fortgefahren. Chakotay
ist mit dieser Entscheidung voll und ganz zufrieden und weist auf den vierten
Planeten des Systems hin, der möglicherweise als Nachschubquelle für
Nahrungsmittel dienen könnte. Was er nicht ausspricht, ist die Vermutung,
daß Drenar Vier der Planet aus seiner Vision sein könnte. Statt
dessen bittet er Captain Janeway um ein Vier-Augen-Gespräch. Die beiden
begeben sich sofort in den Bereitschaftsraum des Captains und der Erste
Offizier erzählt Janeway von dem Geist und der Vision, und daß
er glaubt, daß es ein Hilferuf war. Der Captain ist zunächst
skeptisch, doch als ihr Chakotay erzählt, daß auch andere Besatzungsmitglieder
Alpträume hatten und daß es inhaltliche Parallelen gibt, wird
Janeway hellhörig und beschließt, Drenar Vier näher zu
untersuchen. Da die Voyager mit halber Impulskraft den Planeten erst gegen
Mittag des nächsten Tages erreicht, versucht Janeway ein wenig zu
schlafen. Sie findet jedoch keine Ruhe und kehrt in den Bereitschaftsraum
zurück, wo sie nur wenige Augenblicke später das Gefühl
hat, als wäre sie nicht allein. Nun sieht Janeway die selben Szenen,
die ihr Erster Offizier die Nacht zuvor gesehen hatte. Auch sie sieht Tod
und Zerstörung und interpretiert die Vision als verzweifelten Hilferuf.
Die Voyager erreicht unterdessen Drenar Vier, wo anscheinend tatsächlich
intelligentes Leben existiert. Doch bevor viel unternommen werden kann,
wird ein fremdes Raumschiff entdeckt. Die Voyager versucht, die Fremden
zu rufen, erhält jedoch keine Antwort. Außer man sieht in einem
Angriff ebenfalls eine Antwort. Obwohl die Waffen nicht einmal die Hälfte
der Feuerkraft der Phaser des Föderationsschiffes aufweisen, fügen
sie der ohnedies schon schwer angeschlagenen Voyager neuen Schaden zu.
Ein einziger Einsatz der Phaser reicht aber glücklicherweise, um auf
dem fremden Schiff ebenfalls Schaden anzurichten, denn nach diesem Schuß
fallen die Phaser der Voyager auch schon wieder aus.
Plötzlich scheinen die Fremden doch an Kommunikation interessiert
zu sein. Sie rufen die Voyager, möchten aber keine Sichtverbindung.
Es meldet sich der Dritte Direktor Gantel von den Televek. Er fordert Janeway
auf, mit der Voyager sofort den Planeten zu verlassen. Nach einem kurzen
Wortwechsel läßt Janeway die Verbindung kurz stumm schalten,
um mit Neelix über die Televek zu sprechen. Der Talaxianer erzählt,
daß die Televek ein sehr altes Volk sind. Sie genießen keinen
besonders guten Ruf im Delta-Quadranten, da sie Sklavenhandel betreiben
und als Piraten tätig sind. Außerdem sind sie Waffenhändler,
die sich viele Feinde gemacht haben, da sie häufig allen an einem
Konflikt beteiligten Parteien Waffen verkaufen. Weiters gelten die Televek
als sehr verschlossen. Sie zeigen sich nie und greifen bei Verhandlungen
auf Mittler zurück. Tuvok unterbricht Neelix' Ausführungen und
macht Janeway den Vorschlag, von den Televek einen "Flußregulator
des Elektroplasmasystems" zu erwerben, der notwendig wäre, um die
Phaser zu reparieren. Janeway meint, daß das gar keine so schlechte
Idee ist und nachdem Neelix sie darauf hinweist, daß man den Televek
zu keinem Zeitpunkt trauen kann, setzt sie das Gespräch mit Gantel
fort. Wenige Sekunden später unterbricht sie das Gespräch aber
erneut, da neue Daten über den Planeten vorliegen. Tuvok informiert
sie, daß das Ende des Planeten nahe ist. Die seismische Aktivität
nimmt ständig zu. Dann spricht sie wieder mit Gantel und vereinbart,
daß Repräsentanten von den Televek an Bord der Voyager kommen,
um mit ihnen über die Möglichkeit eines Handels zu sprechen.
Als das geklärt ist, wird die Verbindung endgültig unterbrochen.
Nach dem Ende des Gesprächs meldet sich Kim von seiner Station.
Er hat in der Zwischenzeit eine moderne stationäre Energiequelle einige
Kilometer unter der Planetenoberfläche entdeckt, die nicht so recht
zu den anscheinend primitiven Lebewesen zu passen scheint.
Wie erwartet, erscheinen an Bord keine Televek, sondern drei Drosary,
die für sie verhandeln werden. Obwohl die Drosary sehr freundlich
sind, enden die Verhandlungen in einer Sackgasse. Die Televek sind in erster
Linie an den Waffen der Voyager interessiert, über die Janeway aber
unter keinen Umständen Auskunft geben will. So wird schließlich
eine Verhandlungspause vereinbart. In dieser Pause fliegen Janeway, Tuvok
und Kim mit einem Shuttle los, um den Planeten zu erkunden. Sie wollen
landen und sich die Oberfläche einmal näher ansehen.
Auf der Voyager setzt derweil Chakotay die Verhandlungen mit den drei
Drosary fort, als er plötzlich zur Brücke gerufen wird. Die Televek
beschießen das Shuttle mit Janeway, Tuvok und Kim an Bord ...
"Geisterhafte Visionen" ist ein Buch, über das es eigentlich
nicht viel zu berichten gibt. Der Roman ist zwar keine Pflichtlektüre
für jeden Fan, aber auch kein totaler Reinfall. Trotzdem würde
ich Euch empfehlen erst einmal den im Mai (Anmerkung: 1997) erschienen
englischen Voyager-Roman "The Black Shore" zu lesen,
bevor ihr Euch diesem Buch zuwendet.
© Patrick Ahrer
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Cover-Foto: © Pocket Books/Paramount Pictures