Star
Trek: Voyager #4
Verletzungen Autor: Susan Wright Übersetzung: Andreas Brandhorst Heyne Verlag: 06/5404 ISBN 3-453-10913-9 314 Seiten |
Die Crew der Voyager ist auf der Suche nach Information über Wurmlöcher, die sie möglicherweise zurück in den Alpha-Quadranten bringen könnten. Deshalb beschließt Captain Janeway, die "Nabe" - eine Art Handelszentrum - anzusteuern. Neelix ist darüber zwar sehr besorgt, aber Janeway ist überzeugt, daß es die Voyager problemlos mit dem "Kartell", jene Organisation, welche die Nabe verwaltet, aufnehmen kann und ignoriert den Talaxianer (Warum überrascht mich das nicht?). Um nicht in zu große Schwierigkeiten zu kommen, beschließt man, es zuerst auf dem Schwarzmarkt zu versuchen und der Nabe nicht zu nahe zu kommen. Nach einiger Zeit gelingt es auch, tatsächlich eine Vereinbarung mit einem tutopanischen Schiff zu treffen. Diese Vereinbarung besagt, daß die Voyager dem fremden Schiff eine Karte des Alpha-Quadranten übergibt und dafür Informationen über Wurmlöcher in der Region bekommt. Die Tutopaner stellen jedoch die Bedingung, daß der Informationsaustausch auf der Voyager stattfinden muß. Janeway gibt schließlich nach und ein Shuttle der von der "Kapon", so heißt der Frachter, landet im Hangar der Voyager. Doch den Insassen des Shuttles gelingt es, die gesamte Besatzung des Föderationsschiffes innerhalb weniger Sekunden zu betäuben. Als Janeway und die anderen wieder aufwachen, müssen sie feststellen, daß das Prozessormodul des Hauptcomputers gestohlen wurde. Das Resultat ist, daß auf dem Schiff nichts mehr so funktioniert wie es soll...
Das war also die Ausgangssituation. In der Folge wird Paris eines Verbrechens beschuldigt, Janeway und Torres werden gefangengenommen und in eine Revolution verwickelt und Chakotay & Co. haben auf der Voyager alle Hände voll zu tun, um das Schiff zusammenzuhalten.
Wie oben schon festgestellt, ist dieses Buch absolut mittelmäßig.
Obwohl die Geschichte gegen Ende immer schwungvoller und interessanter
wird, konnte mich "Verletzungen" nicht wirklich überzeugen. Besonders
ärgerlich ist das zeitweise extrem übertriebene Technobabble.
Auf manchen Seiten wimmelt es nur so von medizinischen und technischen
Fachbegriffen. Anfangs versuchte ich noch, die entsprechenden Stellen zu
verstehen, doch schließlich ging ich dazu über, nicht mehr darüber
nachzudenken und einfach weiterzulesen. Hätte sich die Autorin diese
überflüssigen Erklärungen, warum dies und jenes nicht richtig
funktioniert, gespart, hätte das Buch zwar nicht so viele Seiten,
wäre aber mit Sicherheit schöner zu lesen gewesen. In den letzten
Kapiteln nimmt der Umfang des Technobabbles aber glücklicherweise
ab und die Geschichte konzentriert sich mehr und mehr auf die eigentliche,
nicht uninteressante, Haupthandlung. Abschließend ist noch zu vermerken,
daß der Doktor ständig Doktor Zimmerman genannt wird, obwohl
er in der Serie nach wie vor keinen Namen hat. Mein Urteil also: Muß
man nicht haben, aber es gab auch schon schlimmere Star Trek-Romane.