Starfleet
Kadetten #14
Ein Trip durch das Wurmloch Autor: John Peel Heyne 06/6514 ISBN 3-453-11925-8 DM 9,90 / öS 72,00 120 Seiten |
Keiko O'Brien und ihre Schüler sprechen über die Aufteilung der Galaxie in Quadranten. Sie erzählt den Schülern, daß die meisten Planeten, die bisher erforscht wurden, entweder im Alpha- oder im Beta-Quadranten liegen. Außerdem wurden seit der Entdeckung des Wurmloches einige Planeten im Gamma-Quadranten näher unter die Lupe genommen. Als Keiko den Gamma-Quadranten anspricht, beschweren sich die Kinder darüber, daß sie zwar so nahe am Wurmloch leben, aber nie durchfliegen dürfen. Keiko meint, daß das wohl deshalb so ist, weil zuerst festgestellt werden muß, ob es nicht gefährlich ist. Doch dieses Argument schafft es nicht, die Schüler zu überzeugen. Schließlich wird das Wurmloch jetzt schon seit über einem Jahr erforscht. Eine junge Vulkanierin namens T'Ara fragt Keiko, ob denn sie schon einmal durch das Wurmloch geflogen ist. Keiko verneint dies. Als T'Ara nachfragt, ob sie das nicht einmal gerne machen würde und Keiko meint, daß sie natürlich daran interessiert wäre, schaut Keiko in die auf Anhieb grinsenden Gesichter ihrer Schüler. Nur T'Ara schafft es gerade noch, sich zu beherrschen. Keiko kann erahnen, woran ihre Schüler im Moment denken. Deshalb fährt sie so schnell wie möglich mit dem Unterricht fort. Damit scheint die Sache erledigt.
Doch am Abend kommt Keiko dann plötzlich in das Quartier der Siskos. Sie bittet Commander Sisko darum, daß er ihr einen Flitzer für eine Exkursion zur Verfügung stellt. Der Commander hat zuerst nichts dagegen, doch als er erfährt, daß die Reise nach Cetus Beta, einem Sonnensystem im Gamma-Quadranten, gehen soll, steht er der Idee ablehnend gegenüber. Doch Keiko gibt nicht auf und weist ihn daraufhin, daß es eigentlich keinerlei Probleme geben dürfte. Auf dem Zielplaneten gibt es nicht einmal Tiere, nur Pflanzen. Schließlich kann sie Sisko überzeugen und er stimmt dem Unterfangen zu.
Jake informiert natürlich sofort seine Mitschüler, die alle vollauf begeistert sind. Doch es gibt ein Problem. Nogs Onkel Quark verbietet dem Ferengi-Jungen, an dem Ausflug teilzunehmen. Jake ist sauer, denn ohne seinen besten Freund ist die Exkursion nur halb so interessant. Aber schnell hat der Junge eine Idee, wie man Quark doch noch umstimmen könnte. Die beiden überzeugen den Barbesitzer davon, daß der Trip jede Menge Profit bringen könnte. Womöglich kann man aus einer der zahlreichen Pflanzen auf dem Planeten jede Menge neuer Medikamente erzeugen. Als Quark das hört, ist er sofort überzeugt, und nun darf auch Nog an dem Abstecher in den fernen Gamma-Quadranten teilnehmen.
Da Jake ohnehin in ein paar Wochen Geburtstag hat, gibt ihm sein Vater schon jetzt sein Geburtstagsgeschenk, da er meint, daß es der Junge bei seiner Reise gut gebrauchen kann. Der Junge bekommt einen Vidspiel-Projektor, der über zehntausend Baseballspiele gespeichert hat.
Wenig später bricht die Gruppe, bestehend aus Keiko, den Schülern und einem Piloten auf. Der Flug durch das Wurmloch verläuft problemlos und alle sind beeindruckt von dem gewaltigen Phänomen, das sie in den Gamma-Quadranten bringt. Doch leider verläuft der Rest der Reise nicht so reibungslos. Als der Flitzer Cetus Beta erreicht und zum Landeanflug ansetzt, orten die Sensoren ein cardassianisches Schiff, daß soeben den Planeten verläßt. Ohne vorher mit dem Flitzer Kontakt aufzunehmen, greifen die Cardassianer an ...
Eine ganz nette Geschichte macht "Ein Trip durch das Wurmloch" ganz sicher zu einem der besseren Bücher dieser Reihe. Wer die Kinderbuchreihe also mag, sollte sich das Buch zulegen.
Da mir keine groben Schnitzer aufgefallen sind und es auch sonst nichts zu bemängeln gibt, jetzt noch ein paar allgemeine Dinge zur "Starfleet Kadetten"-Reihe: Wie wohl der Großteil von Euch wissen dürfte, erscheinen die Bücher, die bei Heyne in der Kadetten-Reihe erscheinen, im englischen Original in verschiedenen Serien. Da gibt es nämlich auch bei den Kinderbüchern eine Aufteilung in Classic, TNG, DS9 und Voyager. Warum Heyne das für die deutschen Bücher nicht übernimmt, sodaß auf den ersten Blick zu erkennen ist, welcher der vier Star Trek-Serien das Buch zugeordnet werden kann, bleibt fraglich. Sieht man von der mangelnden Unterscheidungsmöglichkeit beim ersten Hinsehen aber einmal ab, ist dieses Vorgehen bei Classic, TNG und Voyager noch vertretbar; erzählen die Geschichten aller drei Serien doch die Erlebnisse der Charaktere während ihrer Akademiezeit. Völlig unpassend ist der Titel "Starfleet Kadetten" aber bei den DS9-Büchern, da in diesen kaum irgendwelche Starfleet-Kadetten vorkommen. Die Geschichten handeln stattdessen von den Erlebnissen von Jake und Nog. Zumindest diese Bücher hätten in einer extra Buchreihe erscheinen müssen.
Bleibt nur zu hoffen, daß man das bei Heyne auch bald bemerkt,
und daß es auch bei den deutschen Büchern bald für jede
Serie eine eigene Kinderbuchreihe gibt.