Zurück zur Übersicht "Star Trek"


Cover von Tore auf einer toten Welt Star Trek #72
Tore auf einer toten Welt
Autor: V. E. Mitchell
Heyne 06/5472
ISBN 3-453-12637-8
DM 12,90 / öS 94,00
283 Seiten

Die Enterprise ist auf dem Weg zum Dulciphar-Sternhaufen, wo archäologische Forschungen durchgeführt werden sollen, da dieser Teil des Alls früher besonders dicht besiedelt war. Ein Team von Archäologen unter der Leitung von Dr. Abdul Ramesh Kaul ist zu diesem Zweck ebenfalls an Bord des Schiffes. Als die Enterprise ihr Ziel erreicht, fliegt sie zunächst das Careta-System an. Spock stellt fest, daß die Sonne des Systems seit etwa fünfhunderttausend Jahren ständig Leuchtkraft verliert. Von den zehn im System vorhandenen Planeten, liegen nur der dritte und der vierte, in der Zone, in der es Leben geben könnte. Bei einem Scan der beiden Planeten kann aber keinerlei intelligentes Leben festgestellt werden. Spock ist der Meinung, daß man auch den Asteroidengürtel zwischen dem fünften und sechsten Planeten gründlich mit den Sensoren durchsuchen sollte, da die Meztorianer häufig Orbitalstationen in abgelegenen Gebieten von Sonnensystemen plaziert haben. Kirk vertröstet seinen Ersten Offizier aber auf später und es wird entschieden, daß zuerst der vierte Planet untersucht wird. Bei einer Einsatzbesprechung, an der auch die Wissenschaftler teilnehmen, wird ein geeigneter Platz auf dem Planeten ausgesucht, an dem mit der Suche begonnen wird.

Obwohl von dem Planeten anscheinend keine Gefahr ausgeht, haben die Führungsoffiziere ein etwas ungutes Gefühl bei der Sache. Widersprüchliche Sensorergebnisse, wie etwa Diskrepanzen im planetaren Magnetfeld, Ruinen, die besser erhalten sind, als sie es angesichts ihres Alters sein dürften und die Tatsache, daß sich niemand angesiedelt hat, obwohl es keinen erkennbaren Grund gibt, sich von dem Planeten fernzuhalten sind die Gründe dafür. Trotzdem beamen Kirk, Spock, Chekov, Kauls Assistentin Talika, Kaul selbst und einige weitere Wissenschaftler hinunter. Bei ersten Tricorder-Messungen zeigt sich, daß die Bauten noch viel älter sind als angenommen. Diese Erkenntnis wirft alle gängigen Theorien über den Haufen. Wahrscheinlich stammen die Ruinen von einer bisher völlig unbekannten Zivilisation.

Chekov und Talika entfernen sich einstweilen vom Landeplatz und untersuchen die Umgebung. Chekovs Tricorder registriert plötzlich irgend etwas unter einer riesigen Ansammlung von Steinen. Doch noch bevor er mehr darüber herausfinden kann, verschwindet die Anzeige wieder. Er vermutet, daß jemand absichtlich das Artefakt unter dem Geröll versteckt hat und daß jetzt ein Schutzmechanismus aktiv geworden ist. Schnell wird die Theorie aufgestellt, daß der Mechanismus auf Geräusche reagiert. Deshalb entfernt sich Talika von Chekov, der ganz ruhig zurückbleibt, um der Anlage vorzutäuschen, daß die beiden das Gebiet wieder verlassen. Und tatsächlich, die Anzeige taucht wieder auf.

Schnell wird das notwendige Gerät angeschafft, um das Artefakt freizulegen. Allerdings verschwindet auch dieses Mal die Anzeige wieder und so müssen alle zusammenhelfen, um das Gestein mit Händen wegzuschaffen. Als dann endlich auch die letzten Steine weggebracht wurden, kommen darunter fünf Basaltplatten zum Vorschein. Vier davon stehen aufrecht und die fünfte liegt wie eine Art Deckel auf ihnen, was der Konstruktion das Aussehen eines Würfels gibt. Eine Frage ist aber immer noch nicht geklärt. Wo kommt die vorhin gemessene Strahlung her? Die Platten können wohl kaum die Ursache dafür sein. Dazu kommt noch, daß den Sensoren zufolge der Würfel überhaupt nicht existiert.

Um alle Fragen zu klären und nachzusehen, was sich unter den Platten verbirgt, wird beschlossen, die obere Platte anzuheben. Obwohl mehr Geräte herangeschafft wurden, als eigentlich notwendig sein dürften, erweist sich dieses Vorhaben als recht schwierig. Es gelingt aber schließlich doch und eine Art Fenster wird freigelegt. Doch ehe irgend jemand den Fund untersuchen kann, setzt ein übelriechendes Gas alle außer Gefecht. Die Frauen und Männer werden schnell zurück an Bord der Enterprise gebeamt, wo sie schnell wieder auf die Beine kommen. Danach beamt wieder ein Außenteam zu dem Fenster, dessen eine Hälfte eine Landschaft zeigt. Die andere Hälfte ist leer. Einige Versuche zeigen, daß nur intelligente Wesen durch das Fenster greifen können, und auch das funktioniert nur auf der Seite, durch die die Landschaft zu sehen ist. Bei einem Versuch werden Chekov und Talika plötzlich auf die andere Seite gezogen ...

Recht viel mehr gibt es zu diesem Buch eigentlich nicht mehr zu sagen. Außer, daß der Begriff Quadrant auf Seite 9 mal wieder falsch verwendet wurde. Ansonsten bleibt nur mehr festzustellen, daß "Tore auf einer toten Welt" zwar kein absolutes Muß ist, aber auf alle Fälle "Die Raumschiff-Falle" um Längen schlägt.

© Patrick Ahrer
(patrick@afss.cjb.net)


Zurück zur Übersicht "Star Trek"

Cover-Foto: © Pocket Books/Paramount Pictures