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Cover von Der Teufel im HimmelStar Trek: Deep Space Nine #13
Der Teufel im Himmel (OT: Devil in the Sky)
Autoren: Greg Cox & John Gregory Betancourt
Heyne 06/5513
ISBN 3-453-11908-8
DM 12,90 / ÖS 94,00
311 Seiten

Dieser Roman ist nicht nur für die DS9-Fans unter uns interessant. Auch die Classic-Fans sollten ruhig mal einen Blick riskieren, denn wie der Titel schon nahelegt, gibt es eine Verbindung zur beliebten Classic-Episode "The Devil in the Dark". Die Hortas sind zurück!!!

Der Föderationskreuzer Puyallup ist unterwegs nach Deep Space Nine. An Bord ist eine Horta mit ihren Eiern, aus denen bald ihre Jungen schlüpfen werden. Die Hortas sollen nach Bajor gebracht werden, um dort beim Abbau von Rohstoffen, die noch nicht von den Cardassianern ausgebeutet wurden, zu helfen. Doch kurz bevor die Puyallup die Raumstation erreicht, wird sie von einem unidentifizierten Schiff angegriffen. Die Angreifer sind vermutlich cardassianischen Ursprungs, wofür es aber keinerlei Beweise gibt. Auch die cardassianische Regierung behauptet, von nichts zu wissen. Als die Puyallup bereits schwer beschädigt ist und antriebslos im All schwebt, kann ein Runabout mit Kira, Dax und Bashir an Bord den Aggressor vertreiben. Bevor dieser jedoch verschwindet, beamt er noch die Horta-Mutter, die Ttan heißt, von der Brücke des Föderationskreuzers an Bord seines Schiffes. Kira und ihre Begleiter können nur mehr das schwer beschädigte Schiff mit dem Traktorstrahl zur Station schleppen und den Verletzten helfen.

Die Horta Ttan ist inzwischen auf dem fremden Schiff gefangen und fühlt sich extrem unwohl. Und das nicht nur wegen des Freiheitsentzuges. Es fällt ihr schwer, sich längere Zeit in der Leere, also außerhalb von Gestein, aufzuhalten. Schließlich erscheint ein Cardassianer, der ihr klarmacht, daß ihr nur dann keine Gefahr droht, wenn sie kooperiert. Ohne näheres bekanntzugeben, verschwindet er wieder und Ttan ist wieder alleine.

Auf DS9 sucht man inzwischen nach einem sicheren Ort, an dem die Eier der Horta untergebracht werden können. Dies ist ein Problem, weil im Moment besonders viele Gäste auf der Station sind. Der Grund dafür ist ein bajoranischer Mond namens "Verlorener Sohn". Er hat eine außergewöhnlich weite und elliptische Umlaufbahn, die ihn nur alle paar Jahre in Sichtweite Bajors führt. Aufgrund eines Minerals, das der Mond enthält, beginnt er zu leuchten, wenn er in die Nähe des Wurmloches kommt. Dieses spektakuläre Naturschauspiel treibt scharenweise Touristen auf die ehemals cardassianische Station. Schlußendlich findet man ein Quartier, in dem man die Eier sicher glaubt und schützt sie dort zusätzlich noch mit einem Stasisfeld.

Nog und Jake Sisko haben mittlerweile wieder einmal etwas ausgeheckt. Nog möchte sich eines der Horta-Eier "ausleihen", um es anschließend gewinnbringend zu veräußern. Jake ist zwar nicht recht glücklich mit diesem Plan, möchte aber kein Spielverderber sein und macht deshalb mit. Den beiden gelingt es nach einem Zusammentreffen mit einer bajoranischen Sicherheitswächterin, die sie gerade noch so überzeugen können, daß sie nichts Schlimmes im Schilde führen, in den Raum mit den Eiern einzudringen. Auch das Stasisfeld ist schnell deaktiviert und das Duo verschwindet mit einem der Eier. Bei der Flucht erinnern sie sich wieder an das Stasisfeld. Sie haben vergessen, es wieder zu aktivieren. Da ihnen dies aber nicht besonders schlimm erscheint, kehren sie nicht mehr zurück. Kira, Dax, Bashir und einige andere Starfleet-Offiziere sind unterdessen wieder mit einem Runabout aufgebrochen, um das Schiff, das die Horta-Mutter entführt hat, zu verfolgen.

Auf diesem Schiff kommt der Cardassianer namens Gul Mavek in Begleitung einiger Wachen wieder zu Ttan. Er behauptet, daß er die Eier, die nicht beschädigt wurden,  an Bord hat und droht der Horta, daß er eins nach dem anderen zerstören wird, wenn sie ihm nicht gehorcht. Natürlich verspricht ihm Ttan daraufhin seinen Befehlen Folge zu leisten, um ihre Nachkommen zu schützen.

Jake und Nog haben das gestohlene Horta-Ei derweil in einen von Quarks Lagerräumen gebracht. Die beiden Jungen erschrecken, als plötzlich eine kleine Horta aus dem Ei kommt. In der Folge müssen die beiden jede Menge "Futter" für das schnell wachsende, kleine Lebewesen finden. Als die zwei dann verschwinden und die junge Horta auch die letzten Reste des letzten Stuhles aufgefressen hat, wird dem "Baby" langweilig. Und da es immer noch großen Hunger hat, geht es auf die Suche nach neuer Nahrung. Wie das bei einer Horta aussieht, kann sich jeder selber ausmalen. Unterwegs kommt sie auch in eine von Quarks Holosuiten, in der sich gerade ein Fähnrich mit einer vulkanischen Schönheit vergnügt.

Als die Gruppe um Kira mit dem Runabout das Davon-System erreicht, entdecken Sie auf einem Mond einen Stützpunkt der Cardassianer. Durch einige Tricks gelingt es der Gruppe in die cardassianische Einrichtung zu beamen. Nur Dax bleibt auf dem Runabout zurück. Kira, Bashir und die anderen Crewmitglieder beginnen damit, ihre Umgebung näher unter die Lupe zu nehmen. Dabei entdecken sie, daß der Mond mehr ist, als eine einfache Mine. Er ist ein Arbeitslager, in dem bajoranische Widerstandskämpfer für die Cardassianer arbeiten müssen. Nun steht das Team von DS9 vor der Aufgabe, zusätzlich zu Ttan auch noch ca. 50 Bajoraner retten zu müssen. Ein aufreibender Kampf gegen die cardassianischen Wächter beginnt...

"Der Teufel im Himmel" bietet nach einem etwas lahmen Anfang jede Menge Spannung und Tempo. Besonders interessant wird das Buch durch das Auftauchen der Hortas, die in der Folge auf Deep Space Nine für alle möglichen Probleme sorgen. Ein paar Ungereimtheiten gibt's dennoch: So kann ich mir kaum vorstellen, daß vor dem Raum, in dem die Eier der Horta untergebracht werden, nicht ständig ein Sicherheitswächter postiert wird. Auf diese Weise hätten Jake und Nog das Ei nie stehlen können und das Stasisfeld wäre nie deaktiviert worden. Dadurch hätten sich eine Menge Probleme vermeiden lassen. Außerdem glaube ich kaum, daß der Computer einen Befehl, für dessen Ausführung er eine Bestätigung des befehlshabenden Offiziers verlangt, schließlich doch ausführt, nur weil O'Brien plötzlich unfreundlich zu ihm ist.

Auch Kira wird einige Male ein wenig zu extrem dargestellt. Ich kann zum Beispiel nicht so recht glauben, daß sie Bashir anschreit und als Idiot bezeichnet, weil er ihrer kleinen Gruppe in der cardassianischen Mine zu Hilfe kommt.

Trotzdem ist "Der Teufel im Himmel" wegen einer überzeugenden Story und netten Anspielungen auf die anderen Star Trek-Serien (Chateau Picard,...) eine Bereicherung für jede Star Trek-Buchsammlung.

© Patrick Ahrer
(ahrer@gmx.at)

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Cover-Foto: © Pocket Books/Paramount Pictures