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Cover von The Black ShoreStar Trek: Voyager #13
The Black Shore
Autor: Greg Cox
Pocket Books
ISBN 0-671-56061-1
278 Seiten

Die allgemeine Stimmung auf der Voyager ist recht gedrückt. Seit das Schiff das Gebiet der Kazon verlassen hat, hat sich kaum mehr etwas getan. Und obwohl man darüber eigentlich froh sein sollte, ist allen langweilig.
Als Chakotay die Krankenstation betritt, gerät Harry Kim gerade mit dem Doktor aneinander. Der Holo-Doc hat den Ensign zum alljährlichen Routinecheck zu ihm kommen lassen. Diese Untersuchung - bei Starfleet-Offizieren anscheinend recht unbeliebte - macht auch Kim rasend. Er meint, er hätte etwas besseres zu tun. Der Streit der beiden eskaliert und schließlich deaktiviert Harry den Doktor. Kes ist entsetzt und schaltet das Medizinisch Holographische Notfallprogramm sofort wieder ein. Der Doktor erscheint wieder. Chakotay, der die ganze Szene beobachtet hat, ist ebenfalls nicht recht glücklich über Kims Verhalten und stellt den Ensign zur Rede. Es stellt sich schließlich heraus, daß heute Harrys Geburtstag ist und an einem solchen Tag werden natürlich immer Erinnerungen an zu Hause wach, was wiederum Heimweh bei dem Betroffenen auslöst. Chakotay entläßt Kim vorerst, befiehlt ihm aber, sich innerhalb der nächsten 72 Stunden wieder in der Krankenstation zu melden und die Untersuchung zu beenden.
Kurz darauf spricht der Erste Offizier mit Captain Janeway. Er meint, daß die Besatzung dringend Landurlaub benötigt. Doch in der Gegend, in der sich die Voyager derzeit befindet, begegnet man nicht gerade jeden Tag einem Planeten, der sich dafür eignen würde. Plötzlich piepen die Kommunikatoren von Janeway und Chakotay gleichzeitig. Kim meldet sich von der Brücke und berichtet, daß die Voyager eine Nachricht empfängt. Die beiden begeben sich sofort zur Brücke und die Nachricht wird auf den Hauptschirm gelegt. Zur allgemeinen Verwunderung erscheint darauf aber nicht irgendeine Person, sondern eine Landschaft; eine wunderschöne Landschaft, um genau zu sein. Der Schirm zeigt einen traumhaften, unberührten Strand, der die gesamte Brückencrew in Staunen versetzt. Dazu meldet sich auch noch eine Stimme, die verkündet, daß alle auf "Ryolanov" herzlich willkommen sind und bleiben können, solange es ihnen beliebt. Die Nachricht scheint für jeden bestimmt zu sein, der gerade vorbeikommt, da sie eindeutig nicht direkt an die Voyager geschickt wurde. Janeway befiehlt sofort, Kurs auf den Planeten zu nehmen.
Nachdem man kurz mit Bewohnern von Ryolanov gesprochen hat, beamen Janeway, Paris, Tuvok und Neelix auf den Planeten. Drei Ryol begrüßen die Besucher von der Voyager und einer stellt sich als Varathael, der Älteste der Ryol, vor. Er stellt auch sogleich seine beiden Begleiter vor: Seine Tochter Laazia und seinen Assistenten Naxor. Während Paris sofort mit Laazia anbandelt und Janeway sich mit Varathael unterhält, beginnt Neelix mit Naxor ein Gespräch. Der Ryol wird angesichts von Neelix' Redeschwall schnell des Gespräches überdrüssig und erklärt dem Talaxianer unverblümt, daß er seine Klappe halten soll. Der wahre Grund für Naxors Ausbruch scheint jedoch nicht Neelix zu sein, sondern viel eher Paris, der sich mit Laazia auf Anhieb prächtig versteht. Der kleine Disput ist aber schnell wieder beigelegt, da sich alle - sowohl die Besucher von der Voyager als auch die Ryol - um eine rasches Vorübergehen der unangenehmen Situation bemühen.
Am Abend besucht Commander Chakotay in Begleitung einer Ryol namens Boracca einen Empfang zu Ehren der Voyager-Crew. Dabei fallen Chakotay Tiere auf, die als Kellner fungieren. Als er seine Begleiterin über sie befragt, erfährt er, daß sie Neffaler genannt werden. Es sind nützliche Tiere, denen man beibringen kann, kleinere einfache Arbeiten zu erledigen. Chakotay trennt sich von Boracca und begibt sich zu Torres, mit der er über die Knappheit von Dilithium-Kristallen auf der Voyager spricht. Vielleicht haben sie ja auf Ryolanov Glück und finden welche. Torres hat schon versucht, herauszukriegen, wie die Energieversorgung auf dem Planeten funktioniert, doch die Ryol, mit denen sie gesprochen hat, sind ihren Fragen ausgewichen.
Auf dem Schiff spricht Janeway mit Paris. Sie bittet ihn, sich in Zukunft so gut wie möglich von Laazia fernzuhalten, da sie nicht möchte, daß sich ein Zwischenfall, wie der bei ihrer Ankunft, wiederholt. Paris ist darüber zwar nicht erfreut, wird es aber versuchen.
Als Neelix und Kes im Meer baden, kommt die Ocampa auf die Idee, Schwimmen zu lernen. Zuerst möchte ihr Neelix beibringen, einfach auf dem Wasser zu treiben. Nach einigen Fehlversuchen gelingt es Kes auch tatsächlich. Doch plötzlich, während sie auf dem Wasser treibt und eigentlich ganz entspannt ist, hört sie eine Stimme. Die kommt jedoch nicht von Neelix, sondern von unten. Die Stimme wird immer lauter und Kes bemerkt, daß es nicht nur eine Stimme ist; es sind viel Stimmen. Sie sind voll Angst und Verzweiflung. Als sie die Augen öffnet, befindet sie sich in einer endlosen Dunkelheit. Sie kann sich nicht mehr bewegen. Sie hört nur die Schreie und schließlich bemerkt sie, daß sie selbst schreit. Aber sie kann nicht aufhören.
In einem Park spielt Kim derweil auf seiner Klarinette. Er bemerkt, daß ihn ein Neffaler von einem Baum herunter anstarrt. Kim spielt weiter, da die Musik das Tier anscheinende beeindruckt. Und tatsächlich, der Neffaler kommt herunter und nähert sich ihm. Dann gibt er dem Tier seine Klarinette und zu seinem Erstaunen bringt es der Neffaler fertig, dem Instrument eine echte zusammenhängende Melodie zu entlocken. Doch ganz plötzlich läßt er die Klarinette fallen und läuft davon. Als sich Kim umdreht, steht eine Frau hinter ihm, die ihn fragt, ob ihn der Neffaler gestört hätte. Kim antwortet, daß das Gegenteil der Fall ist und erzählt ihr, daß das Tier überraschend gut spielen konnte.
Im Meer schüttelt Neelix Kes, die langsam wieder zu sich kommt. Sie erzählt ihrem Freund von ihrem seltsamen Erlebnis, doch Neelix hat nichts gehört und auch sonst nichts ungewöhnliches bemerkt. Ein Rettungsschwimmer nähert sich und fragt, ob alles in Ordnung ist. Als er von Kes Erlebnis erfährt, ist er neugierig und scheint alarmiert. Er meint, daß sie wohl kurz eingeschlafen ist und einen Alptraum hatte. Außerdem empfiehlt er ihnen, vorerst einmal auf ihr Schiff zurückzukehren, was die beiden für keine schlechte Idee halten.
Paris, Kim und Torres begeben sich in einen Nachtclub. Doch Torres hat nicht vor, sich zu amüsieren und ist ziemlich verärgert, weil sie noch immer nicht weiß, wie sie an Dilithium kommen soll. Sie verläßt schließlich den Tisch und kurz darauf nähert sich Laazia, genau jene Frau, von der sich Paris fernhalten soll. Obwohl der Lieutenant alles versucht, um sich aus der Affäre zu ziehen, setzt sich Laazia am Ende doch zu ihnen und ein Annäherungsversuch nach dem anderen folgt.
Torres ist in der Zwischenzeit mit einem Ryol ins Gespräch gekommen. Sie versucht auch hier wieder, mehr über die Energieversorgung auf Ryolanov herauszufinden, erzielt aber neuerlich nur bescheidenen Erfolg. Das einzige, was sie herausbekommt, ist, daß fast keine Reparaturen notwendig sind. Nur wenn die Neffaler nicht in der Lage sind, Fehler zu beheben, müssen es Ryol in Ordnung bringen.
Paris gerät mit Laazia immer mehr in Schwierigkeiten. Sie will jetzt auch noch tanzen. Paris versucht, sie zu überzeugen, daß er Kim nicht alleine am Tisch zurücklassen kann, doch auch dieser Versuch schlägt fehl. Laazia ruft sofort zwei Freundinnen herbei, die sich augenblicklich um Harry kümmern. Nun hilft alles nichts mehr, Paris muß tanzen.
An anderer Stelle im Lokal wird der Ryol, mit dem B'Elanna seit einiger Zeit spricht, immer aufdringlicher. Die Halb-Klingonin steht kurz vor einem Wutausbruch.
Kaum sind Paris und Laazia auf der Tanzfläche, gibt's den ersten langsamen Tanz des Abends. Was für ein Glück für den Lieutenant. Die Umarmung wird immer enger, als Paris plötzlich mit jemandem zusammenstößt. Er entschuldigt sich sofort, doch das hilft wenig. Es ist Naxor, der sofort aggressiv wird, als er Paris und Laazia zusammen sieht. Laazia versucht einzugreifen, indem sie sich zwischen die beiden stellt. Doch der Ryol geht sofort auf Paris los. Plötzlich - noch bevor Naxor so richtig loslegen kann - fliegt Torres' "Begleitung" quer durch das Lokal und landet auf Naxor. Die Ingenieurin konnte sich nicht mehr beherrschen. Paris schnappt sofort Torres beim Arm und die beiden verlassen fluchtartig das Etablissement.
Kes und Neelix sind währenddessen zurück an Bord der Voyager. Sie haben sich direkt in die Krankenstation beamen lassen und stecken deshalb noch immer in ihren Badesachen. Der Doktor kann an Kes nichts ungewöhnliches feststellen. Er meint, daß es sich bei Kes' Erlebnis tatsächlich um einen Alptraum handeln könnte. Er schränkt aber ein, daß auch ihre telepathischen Fähigkeiten der Grund sein könnten.
Chakotay ist in seinem Quartier und möchte dort seinen tierischen Berater konsultieren, da er ein ungutes Gefühl hat. Den Grund dafür kennt er nicht so recht, aber das perfekte Paradies, wie es Ryolanov zu sein scheint, macht ihn mißtrauisch. Doch anstatt in seiner Vision auf den Berater zu treffen, findet er sich am Fuße eines seltsamen Berges in ausgesprochen unwirtlicher Umgebung wieder. Auf dem Gipfel meint er bemerkt zu haben, daß sich etwas bewegt hat, deshalb beginnt er mit dem Aufstieg. Auf dem Gipfel wartet aber nicht sein tierischer Berater auf ihn, sondern ein anderes Tier, daß ihn sofort anfällt. Der Sicherheitsmechanismus seiner Akoonah reagiert und holt ihn in die Realität zurück. Wie soll er diese Vision deuten? Spiegeln sich in ihr seine eigenen Ängste wieder? Oder ist es eine verzweifelte Warnung?
An dieser Stelle möchte ich abbrechen, da die Besprechung ohnehin schon recht lang geworden ist. Nur soviel noch: Chakotays Vision IST eine Warnung!

Ich könnte Euch jetzt noch ein paar Happen hinwerfen, die Euch zeigen würden, daß es in der Folge ganz schön drunter und drüber geht, doch würde ich damit zu viel vorwegnehmen. Also, glaubt es mir ganz einfach, wenn ich Euch sage, daß "The Black Shore" eine tolle neue Voyager-Geschichte ist, bei der noch ganz schön die Post abgeht.
Bemerkenswert ist, daß der Roman relativ lange braucht, bis es so richtig zur Sache geht, dennoch aber nie langweilig wird. "The Black Shore" ist am Anfang eine unterhaltsame "Landurlaub-Geschichte", die schließlich in ein spannungsgeladenes Finale mündet. Unbedingt lesen!
 

© Patrick Ahrer
(patrick@afss.cjb.net)


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Cover-Foto: © Pocket Books/Paramount Pictures