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Cover von "Excalibur: Restoration"
Star Trek: New Frontier
Excalibur: Restoration
Autor: Peter David
2000, Pocket Books
ISBN 0-671-04243-2
409 Seiten (inkl. "Minipedia")
(Hardcover-Ausgabe!)

Shelby hat nun also endlich ihr eigenes Kommando auf der Exeter. Stolz auf ihre handverlesene Crew macht sie sich auf zu ihrer ersten Mission, den Planeten Makkus zum Eintritt in die Föderation zu bewegen. Doch die Bewohner haben eine strikte Neutralitätsphilosophie, die sie davon abhält, etwas beizutreten, was heißen könnte, daß sie in den Krieg ziehen müßten. Mitten während Shelbys Besuch wird die Hauptstadt von Riesenkäfern angegriffen, die, so teilt man ihr mit, seit einiger Zeit eine für die Bewohner tödliche Krankheit verbreiten. Man bittet die Exeter um Hilfe - und Shelby willigt ein unter der Bedingung, daß Makkus der Föderation beitritt, wohl wissend, daß sie damit die Erste Direktive umgeht... sehr zum Mißfallen einiger ihrer Offiziere.

Auf dem Planeten Yakaba stößt ein kleiner Bub während seiner Wanderungen auf einen verletzten Mann, der in wirrem Fieberdelirium ihn für seinen Sohn Xyon hält. Moke, so der Name des Burschen, bringt ihn zu sich nach Hause, wo dieser prompt Mokes Mutter Rheela angreift. Rheela, nur knapp dem Tod entronnen, bringt den mysteriösen Fremden schließlich in die nahe gelegene Stadt Narrin zum dortigen Ordnungshüter, der ihn sofort ins Gefängnis steckt.

Doch Rheela hat eigene Probleme. Sie besitzt die Fähigkeit, Regen zu bringen, was in der Wüste von Yakaba von unschätzbarem Wert ist. Doch sie hilft den Leuten aus purem Altruismus, verlangt nichts für ihre Dienste - und diese danken es ihr mit Mißtrauen und bösen Worten. Rheela wird schon seit längerer Zeit von Tapinza, einem einflußreichen Bürger der Stadt dazu gedrängt, mit ihm zusammenzuarbeiten und Profit zu machen. Dazu ist Cawfiel, die "geistige" Führerin der Stadt, absolut nicht begeistert über Rheelas Fähigkeit und will sie loswerden, da sie angeblich einen schädlichen Einfluß auf die Bürger hat.

Schließlich kommt der Gefangene zu Bewußtsein und beginnt mit dem Ordnungshüter ein Gespräch... es ist Calhoun, der sich gerade noch von der explodierenden Excalibur retten konnte. Er erfährt, daß er auf einem technisch kaum entwickelten Planeten gelandet ist, mit kaum einer Hoffnung, daß er die Sternenflotte oder Shelby kontaktieren kann. Bei einer Befreiungsaktion für einen Mitgefangenen wird der Ordnungshüter getötet, Calhoun kann aber einen weiteren Mord, diesmal an Cawfiel, verhindern. Aus Dankbarkeit und Berechung, daß Calhoun als Fremder sicher manipulierbar ist, wird er zum neuen Ordnungshüter ernannt.

Bei der nächsten Stadtversammlung wird Calhoun den Bürgern vorgestellt. Dazu präsentieren Cawfiel und der Stadtrat Vorschriften, wie sich Bürger der Stadt zu verhalten haben - ein Punkt zielt auf Rheela und Moke ab, da es ab nun verboten sein soll, in oder in der Nähe der Stadt zu wohnen, wenn man Kinder zweifelhafter Herkunft hat... Doch Calhoun meldet sich und gibt sich als Vater von Moke zu erkennen - sehr zum Mißfallen von Tapinza, der dasselbe tun und sich damit Rheelas Dankbarkeit und Kooperation sichern wollte...

Wow, das ist mein Eindruck von diesem Roman. Ich bin zwar eine Nachteule, aber normalerweise nicht in einem so extremen Maße, daß ich bis 5 Uhr nachts aufbleibe... gut, das war, bis ich dieses Buch in die Hände bekam und es nicht loslassen konnte, bis ich es fertig hatte.

Okay, alles der Reihe nach. Beginnen wir mit Shelby! Nun endlich hat sie also ihr eigenes Schiff, kann sich ihre eigene Crew aussuchen, die genauso wie sie selbst mehr wert auf Regeln legt als Calhoun oder die übrige Mannschaft der Excalibur... Doch sie fühlt sich fast einsam in der geschäftigen Ruhe der Brücke, war sie bisher die eher gemütliche Situation auf der Excalibur gewöhnt, auf der alles ein wenig familiärer ablief. Und etwas Seltsames geschieht, denn plötzlich ist sie es selbst, die beginnt, Regeln nach ihrem moralischen Gewissen zu beugen. Auf einmal findet sie sich in einer ähnlichen Position wieder, wie sie sie mit Mac so oft auf der Excalibur durchstehen mußte - nur ist sie diesmal auf der anderen Seite.

Diese Entwicklung mag zwar ein wenig plötzlich kommen, denn wer erinnert sich nicht an die Diskussionen, die sie mit Mac noch in "Dark Allies" geführt hat, aber sie ist nicht unbedingt unerwartet. Mögen ihre Handlungen aber für die regelversessenen Offiziere der Exeter ein wenig schwer zu begreifen sein, so sind sie trotzdem nichts gegen das, was Mac je getan hat - ganz besonders zum Schluß hätte er wohl anders gehandelt. Darüber hinaus aber verleitet gerade das erste Problem mit diesen Käfern schon dazu, über die Sinnhaftigkeit der Hauptdirektive nachzudenken...

Shelbys Überlegungen hinsichtlich Garbecks Vertrauenswürdigkeit sind allesamt ausgesprochen interessant. Zur Erklärung: Wieder einmal konnte Jellico nicht widerstehen und setzte einen Spitzel an auf einen Offizier, der möglicherweise gegen die Regeln handeln könnte. Wo Shelby aber im Bezug auf Calhoun in "Into the Void" noch aus Leibeskräften ablehnte, willigte Garbeck ein. Und nun ist Shelby mit einem Ersten Offizier gesegnet, die es als ihre Aufgabe ansieht, zweifelhafte Situationen gleich aus ihrer Sicht Jellico zu berichten. Daß dieses Verhalten natürlich abzulehnen ist, sollte wohl klar sein - aber es führt dazu, daß Shelby beginnt, darüber nachzudenken, daß sie diesen Auftrag damals am Anfang der Excalibur-Mission abgelehnt hatte, weil sie früher mit Mac liiert war... Wer weiß, wenn sie Calhoun nicht gekannt hätte, dann wäre sie vielleicht doch Jellicos Spitzel an Bord der Excalibur gewesen... Nichtsdestotrotz aber finde ich es bedenklich, daß Garbeck es für notwendig empfunden hat, gleich zu Shelbys Vorgesetztem zu marschieren, ohne die Sache nochmals mit ihr zu diskutieren. Warum sie nicht gleich gemeutert hat, wo doch beinahe der gesamte Kommandostab hinter diesem Brief an Jellico stand, ist mir ein Rätsel.

Mit der Ausnahme von Garbeck bleiben alle Offiziere der Exeter eigentlich ziemlich farblos. Gerade das aber konzentriert die Handlung doch sehr auf Shelby selbst, was diesem Plotteil enorm zugute kommt. So gewinnt man in ihren Szenen einen enormen Einblick in ihre Persönlichkeit, wie sie versucht, langsam mit dem Tod von Calhoun zurecht zu kommen, dem Mann, den sie schlußendlich geliebt hat, ohne es zugeben zu wollen oder vielleicht sogar ohne es selbst zu wissen. Ganz besonders bringen dies ihre ersten Szenen ans Tageslicht, wo sie im Schutz ihres Quartiers noch einmal einer Logbucheintragung lauscht, die sie kurz nach der Katastrophe gemacht hat, aber auch die Einweihung der neuen Excalibur. Obwohl sie noch in "Requiem" gemeint hat, sie als Captain von Calhouns Crew, das könnte nicht gutgehen, so kehrt sie schlußendlich wieder zu dieser Familie, von der sie sich nie als Teil empfunden hat, zurück...

Interessant ist weiters die Problematik mit der Prime Directive - und der Konflikt zwischen dem Geist und dem genauen Wortlauf dieses Gesetzes. Shelby mag noch nicht zu diesem Extrem geworden sein, was es betrifft, Regeln so zu biegen, wie Calhoun, aber sie beginnt langsam zu begreifen, daß, um wirklich "richtig" zu handeln, manchmal auch mehr nach dem Gewissen gefolgt werden muß als dem genauen Wortlaut von Gesetzen. Im Moment geht sie da meiner Meinung nach einen guten Mittelweg zwischen den Extremen Calhoun und Garbeck, die aber schließlich auch mitbekommt, wie schwer es ist, Regeln wirklich unerbittlich zu folgen...

Nun aber zu der von mir so heiß ersehnten Rückkehr von Calhoun ins Reich der Lebenden. So sehr ich auch die beiden vorherigen Romane der Excalibur-Trilogie gemocht habe, sie erschienen mir einfach ohne Calhoun nicht vollständig...

Selten jedoch werden Szenen wirklich aus seiner Sicht beschrieben, meistens werden seine Miene bzw. seine möglichen Gedanken aus der Sicht anderer, besonders Rheelas, deutlich. Und doch möchte ich besonders 3 Szenen hervorheben, die mehr als alle anderen zeigen, wie es um Macs Innerstes bestellt ist. Als ihn Moke findet, hält Calhoun ihn für Xyon, seinen tot geglaubten Sohn, und freut sich unbändig. Obwohl dies natürlich durch das Fieber bedingt ist, das in Calhoun brannte, so zeigt dies fast mehr als diese Abschlußszenen von "Dark Allies", wie sehr ihn der Tod Xyons getroffen hat - einen offeneren Blick in Macs Gefühlswelt konnte man sich nicht wünschen.

Als Rheela ihn zur Rede stellt, warum er Moke als Sohn angegeben hat und daß er damit nur Probleme heraufbeschwört, kommt Mac schließlich Stunden später zu ihr und meint, daß er nicht anders handeln konnte, da er diesem Kind, das offensichtlich Qualen ausgesetzt war, einfach helfen mußte! Als Rheela darauf hin salopp meint, daß er wohl einiges gutmachen muß, was er bei seinem eigenen Sohn verbockt hat, kam wiederum dieser verletzbare Calhoun kurz zum Vorschein. Während diese beiden Szenen sich mit Calhouns Gefühlen zu Xyon auseinander setzen, so faßt die dritte schließlich eindrucksvoll zusammen, was in Mac wohl angesichts seines durchaus möglichen Exils auf Yakaba vorgeht. Denn er lehnt eine Beziehung zu Rheela deshalb ab, weil dies quasi bedeuten würde, sich seinem Schicksal, gestrandet zu sein, zu ergeben. Auch dieser Augenblick läßt sich kaum in Worte fassen, so eindrucksvoll sind diese Szenen - dazu weiß Rheela noch genau, daß Macs Gedanken immer bei Shelby sein werden und sie niemals mehr als ein Ersatz sein würde...

Die Geschichte rund um Rheela und Moke ähnelt natürlich in vielen Dingen einer Hexenjagd, inszeniert von einer eifersüchtigen alten Frau, Cawfiel, und einem verschmähten Mann, Tapinza, den sie nicht an ihren Fähigkeiten partizipieren lassen will. Während Cawfiels Motive ja recht eindeutig sind, so bleibt der wahre Hintergrund Tapinzas leider viel zu sehr im Hintergrund. So erfährt man beispielsweise nicht, wie er von diesem Hinterwäldlerplaneten aus Kontakt zu anderen Welten unterhalten konnte bzw. seine Informationen über neue Technologien bekommt. Rheela allerdings bekommt eine sehr 3dimensionale Persönlichkeit verpaßt und vermag, den Gegenpart zu Calhoun, dem "Sheriff" des Kaffs, wirklich auszufüllen. Klar ist nur, daß sie schließlich ein tragisches Ende finden muß - oder sagen wir, ein solches Ende paßte hier einfach wesentlich besser als eines, wo alle anderen Rheela auf einmal ohne Vorbehalte akzeptieren und alles eitel Sonnenschein ist... wie es vielleicht in anderen ST-Büchern hätte sein können. Calhoun aber nimmt Moke mit sich auf die neue Excalibur...

Die gesamte Szenerie in Narrin erinnert natürlich an einen alten Western mit Calhoun als Sheriff, einem Saloon, ein paar einflußreichen Figuren und einem Mob, der leicht zu beeindrucken ist, der diese Eindrücke aber so schnell vergißt, wie sie geschehen sind - und schließlich auch noch das letzte Duell punkt 12 Uhr Mittag. Trotzdem aber rutscht die Erzählung nie in eine Persiflage dieses Genres ab - glücklicherweise, denn ich verabscheue Western! Calhoun aber paßte mit seinem tief verwurzelten Sinn für Gerechtigkeit in die Rolle des Sheriffs, dazu schien er auch die relative Primitivität dieser Welt als Abwechslung zur hochtechnologisierten Welt, in der er normalerweise lebt, zu genießen.

Interessant ist, daß sowohl der Cliffhanger aus "Dark Allies" als auch der von "Renaissance" eher nebenbei gelöst werden. Gleich zu Beginn erfährt man, daß wirklich ein Computervirus, der während des Angriffs der Romulaner in "Double or Nothing" installiert worden ist, die Excalibur schließlich in die Ewigen Jagdgründe befördert hat - und Lefler erzählt Shelby von den Ereignissen auf Risa, die ihr schließlich eine Seite von Si Cwan gezeigt haben, mit der sie nicht gerechnet hätte und von der sie auch noch nicht weiß, ob sie damit umgehen kann. Daß dies so gelöst wurde, mag ein wenig ungewöhnlich erscheinen, aber im Endeffekt konnten beide Cliffhanger nur auf diese Weise gelöst werden, ohne zuviel Erzählzeit von den anderen beiden Geschichten wegzunehmen, aber trotzdem restlos aufgeklärt zu werden. Kontinuität beweist auch letztlich der Gegner von Calhoun - es ist ein Orioner, der den Tod von Krassus aus "House of Cards" rächen will...

Natürlich bietet dieser Roman neben all der Dramatik rund um Calhoun und Shelby auch amüsante Szenen. So entbehrt z.B. die, wo Shelbys Sicherheitsoffizier im Holodeck den Tod findet nicht einer gewissen Skurilität. Sie stirbt nämlich, weil sie aus Leichtsinn oder sonstigen Gedanken die Sicherheitsvorrichtungen abgeschaltet hatte - und Shelby muß nun der neuen Sicherheitschefin mitteilen, "that she was the new head of security, now that the old head had no head". Hier bin ich einfach am Boden gelegen vor lauter Lachen - auch solche Szenen fehlten in den letzten beiden Romanen. Auch bei einigen von Calhouns Bemerkungen konnte ich nicht umhin zu grinsen, genauso wie bei seinem Zusammenzucken, als Rheela mal "Resistance is futile" sagt - und Kebrons Bemerkung, als Calhoun plötzlich mit Moke auf der Brücke steht, der Mac mit Vater anspricht ("Busy 6 months!"), war so typisch, daß ich auch hier mal kurz das Buch beiseite legen mußte, um mich wieder halbwegs zu beruhigen.

Die Rolle von Jellico in diesem Roman ist recht bemerkenswert, denn erstmals wird (trotz der kleinen Spitzeleinlage) versucht, ihn mitfühlend darzustellen. So nimmt er anfangs auf Shelbys Gefühle Rücksicht, indem er sie davor warnt, gleich wieder mit Calhouns alter Crew auf Reisen zu gehen, gibt ihr dann aber die neue Excalibur - wenn auch nur, um sicher zu sein, daß ihn Macs Geist nicht verfolgt, weil er Shelby nicht dieses Kommando übertragen hat. Als Calhoun dann plötzlich auf der Brücke auftaucht, kann er sich ein "Ich wußte es!" nicht verkneifen... trotzdem besteht hier nun die Möglichkeit, daß Jellico endlich ein wenig sympathischer gestaltet wird, nachdem er in den anderen Romanen doch eher als Witzfigur dienen mußte.

Picard die Einweihungsfeier zu übertragen, ist natürlich ein wirklich schöner Schachzug, wenn man bedenkt, daß er es war, der Mac zur Sternenflotte gebracht hat - genauso aber ist es bezeichnend, daß es die Enterprise war, die die Überlebenden der Excalibur aufgesammelt hat...

Ein kleines Detail an der Evakuierung der Excalibur erscheint mir seltsam: Es wird sehr oft betont, wie unmöglich es doch eigentlich gewesen ist, die ganze Crew innerhalb von 5 Minuten von Bord zu schaffen - wenn man bedenkt, daß McHenry vielleicht die Fähigkeit besitzt, sich nicht nur im Raum mühelos zurecht zu finden, sondern auch die Zeit zu manipulieren, so stellt sich natürlich die Frage, ob er da nicht ein klein wenig seine Finger im Spiel hatte.

Klar, ich hätte mir gewünscht, daß Shelby und Mac mehr gemeinsame Szenen als nur die letzte gehabt hätten, dafür wurde diese umso romantischer. Mac schlägt ihr nämlich vor, daß sie einander quasi mit dem Eheversprechen schwören, immer zum anderen zurück zu kommen. Nach dem anfänglichen Schock, Mac plötzlich wieder zu sehen, willigt Shelby ein... Auch dies mag ein wenig plötzlich kommen, wenn man alleine den Zeitraum betrachtet, aber die ganze Entwicklung bisher zielte schlußendlich darauf ab, daß die beiden wieder zusammen kommen. Ein wenig unnötig fand ich nur das Gelaber über die Karriere. Klar, Calhoun würde niemals von seinem Rang Abschied nehmen, nur um Shelby einen Gefallen zu tun - aber in dieser Szene war nichts, was nur halbwegs darauf hindeutet, daß er von Shelby erwartet, auf ihren Rang zu verzichten und wieder als Erster Offizier auf der Excalibur zu arbeiten.

Ein paar Nitpicks seien auch erwähnt: So wird Rheela auf dem Covertext Shula genannt. Dazu wechselt Shelbys menschlicher Wissenschaftsoffizier mitten in der Geschichte das Geschlecht - und als bemerkenswertes Wunderding der Technik sei erwähnt, daß sich die Fluchtkapseln der Excalibur nicht von innen starten lassen konnten. Und das bedeutete, daß jedenfalls bei einer Notlage einer zurückbleiben mußte, der die Kapseln manuell starten muß... Die Erbauer gehören ja eingesperrt für eine solch dumme Konstruktion!!

Das Ende dieser Trilogie läßt genügend Stoff für weitere Bücher offen:

* Shelby bekommt statt der Excalibur nun ein anderes Schiff, die Trident (Prometheus-Klasse?) - wie sieht ihre Crew aus? Was hat es mit den 2 Angehörigen der Enterprise-Mannschaft unter Kirk auf sich, die nun Dienst auf der Trident tun? Behält sie Katarina Mueller als Ersten Offizier - wer wird Macs neuer XO? Wird die Trident ebenfalls in den Thallonianischen Raum geschickt?

* Wie werden Mac und sie künftig Meinungsverschiedenheiten lösen? Zwar sind sie beide nun Captain, aber wer hat letztlich die Oberaufsicht, wenn sie mal nicht der gleichen Ansicht über eine bestimmte Vorgangsweise sind? Und wie werden sie ihr Privatleben vom Beruf trennen?

* Wie wird das Problem der nunmehr 2 Mannschaften gelöst? Es ist schon schwer genug, eine Mannschaft so zu beleuchten, daß alle Mitglieder einen Hintergrund bekommen. Aber bei 2... Da mache ich mir schon Sorgen, daß die Geschichten zu sehr aufgesplittert werden und dadurch Bücher entstehen, die mal keinen meiner Lieblingscharaktere behandeln.

* Wie wird sich Moke auf die neue Umgebung einstellen? Wie wird sich Mac auf seine neue Rolle als "alleinerziehender" Vater einstellen? Wie wird der Bub letztlich auf Shelby reagieren? Und auf das Zusammentreffen mit Xyon bin ich auch schon gespannt...

* Wie geht es mit Soleta weiter, an der ja die Erlebnisse von "Requiem" kaum spurlos vorüber gegangen sind?

* Was ist mit Lefler und Si Cwan, deren Verhältnis wohl für längere Zeit gestört sein dürfte?

* Und McHenrys wahre Herkunft sollte auch noch gelöst werden... Burgoyne und Selar werden wohl ebenfalls noch den einen oder anderen Kampf auszutragen haben.

* Wird sich die Tatsache, daß er jetzt ein Schiff der Galaxy-Klasse kommandiert, auf Macs Entscheidungen auswirken? Sich und seine Mannschaft in Gefahr zu bringen, ist eine Sache - aber wird er das auch mit den Familien der Crew machen?

Alles in allem birgt "Restoration" einen würdigen Abschluß unter den ersten Abschnitt der New Frontier (passend dazu ist auch gleich eine Minipedia dem Roman hinzugefügt worden). Diese Serie ist nun an einen Wendepunkt gelangt, da all die Plotfäden, die zu Beginn in "House of Cards" ausgelegt wurden, eigentlich gelöst sind. Die Frage ist, wie dieser Übergang auf 2 Schiffe bewältigt wird, ob darunter die Dichte der Charakterinteraktion leidet...

Abschließend kann ich nur nochmals meinen Eindruck wiederholen: Wow!

© Claudia Wlaschütz
(a9401204@unet.univie.ac.at)


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Cover-Foto: © Pocket Books/Paramount Pictures