Star
Trek: Voyager
Starfleet Academy #3 Quarantine Autorin: Patricia Barnes-Svarney Pocket Books/Minstrel Books ISBN 0-671-00733-5 114 Seiten |
"Quarantine" ist das dritte Buch direkt hintereinander, daß Janeway in ihrem ersten Jahr an der Starfleet Academy in den Mittelpunkt rückt. Es bildet zusammen mit "Lifeline" und "The Chance Factor" somit eine Art Dreiteiler, auch wenn man jede der drei Geschichten auch unabhängig von den anderen lesen kann, ohne etwas zu verpassen.
Kathryn scheint mittlerweile ihre Startschwierigkeiten an der Academy überstanden zu haben. Zusammen mit vier anderen auserwählten Kadetten darf sie an einer Mission der U.S.S. Tsiolkovsky teilnehmen. Das Schiff soll medizinisches Gerät auf den Planeten Chatoob bringen. Die Luft des Planeten ist schon seit langer Zeit so verschmutzt, daß sich die Bewohner des Planeten in riesige künstliche Kuppeln zurückgezogen haben. Die Kadetten sollen dabei je nach gewählter Ausbildung dem jeweiliger Führungsoffizier der Tsiolkovsky behilflich sein und so praktische Erfahrung sammeln. Kathryn ist als Wissenschaftlerin natürlich der obersten Wissenschaftsoffizierin des Schiffes zugeteilt.
Als die Tsiolkovsky den Planeten erreicht, führen von Kathryn durchgeführte Analysen der Atmosphäre des Planeten zu einem unerwarteten Ergebnis: Der Verschmutzungsgrad der Luft ist längst zurückgegangen und es wäre überhaupt kein Problem mehr, diese zu atmen. Dennoch scheinen die Chatoob in ihren Kuppeln zu bleiben.
Nach einer ersten Kontaktaufnahme beamt ein Außenteam auf den Planeten. Alle fünf Kadetten sind Teil dieses Außenteams. In einer der Kuppeln werden sie von Govenoral Nema, dem politischen Oberhaupt des Planeten, begrüßt. Er warnt sie gleich, den Komplex keinesfalls zu verlassen. Außerdem sollten sie nicht mit Leuten sprechen, die nicht zu seinem Team gehören.
Dann wird damit begonnen, die medizinische Ausrüstung auf den Planeten zu beamen. Nach einiger Zeit meint Dr. Hess, die Chefärztin der Tsiolkovsky, daß sich die Kadetten jetzt ein wenig umsehen können. Sie und Dr. Tobassa werden den Rest alleine erledigen.
Kathryn und die anderen entfernen sich nun von den beiden Ärzten. Plötzlich zeigt ihr Tricorder seltsame Werte an, die jedoch sofort wieder verschwinden. Außerdem sieht Kathryn eine alte Frau, die krank zu sein scheint. Doch auch sie verschwindet sofort wieder aus ihrem Blickfeld. Die Gruppe versucht, der Frau zu folgen, findet sie jedoch nicht. Schließlich begeben sie sich in einen leeren Raum. Plötzlich schließt sich die Tür hinter ihnen und ein lautes Alarmsignal macht es ihnen unmöglich, sich zu verständigen. Alle Bemühungen, die Tür wieder zu öffnen, schlagen fehl. Die Kadetten sind gefangen.
Wenige Augenblicke später, erscheint Govenoral Nema hinter einer Glaswand und ist darüber verärgert, daß sie sich nicht an die Regeln gehalten haben und den Komplex verlassen haben. Die Kadetten argumentieren, daß sie doch während ihres gesamten Aufenthaltes im Gebäude geblieben sind, doch Nema berichtigt, daß sie sich in einen "gelben Raum" begeben haben. Diese "gelben Räume" stehen unter Quarantäne, weil diese von einem Erreger einer gefährlichen, unheilbaren Seuche verseucht sind. Die Kadetten stehen nun ebenfalls unter Quarantäne und werden in eine große Halle gebracht, wo sich bereits viele kranke Chatoob aufhalten...
"Quarantine" ist ein sehr gutes und spannendes Buch, wenn man bereit ist, über einige Ungereimtheiten hinwegzusehen. Beispielsweise werden die Kadetten während ihres ersten Tages an Bord der Tsiolkovsky dazu eingeteilt, schwere Kisten quer durch das Schiff zu schleppen. Da fragt man sich natürlich schon, warum diese Arbeit nicht vom Transporter erledigt wird.
Ansonsten erzählt Patricia Barnes-Svarney aber ein hervorragende Geschichte, die auch Gastauftritte von Geordi und dem Academy-Gärtner Boothby (bekannt aus der TNG-Episode "The First Duty") beinhaltet.
In diesem Buch kommen Janeways Kommando-Talente langsam zum Vorschein,
nachdem sie sich ja ursprünglich als Wissenschaftsoffizierin für
Starfleet gemeldet hat. Ohne sich dessen wirklich bewußt zu sein,
übernimmt sie immer mehr das Kommando. Das ist eine gute Idee zum
Abschluß dieses "Janeway-Dreiteilers".