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Trek: Deep Space Nine #11
Der Pirat Autor: Melissa Scott Übersetzung: Bernhard Kempen Heyne Verlag: 06/5434 ISBN 3-453-10921-X 329 Seiten |
Noch ist nicht viel Zeit vergangen, seit ein Team von Föderationsoffizieren
auf Deep Space Nine eingetroffen ist und Commander Sisko das Kommando über
die von den Cardassianern erbaute Station übernommen hat. Während
es auf der Station endlich einmal keine Probleme zu geben scheint, trifft
ein Notruf ein. In der Nähe der Grenze zu den Cardassianern wird ein
Frachter der Xawe angegriffen. Der Aggressor ist ein unbekanntes Piratenschiff.
Sisko schickt Major Kira und Dr. Bashir mit einem Flitzer los, um den Xawe
zu Hilfe zu eilen. Doch selbst wenn die beiden rechtzeitig eintreffen würden,
hätten sie wenig Chance etwas zu bewirken. Der Angreifer operiert
mit extrem hoher Feuerkraft und einer Tarnvorrichtung. Als Kira und Bashir
schließlich ans Ziel kommen, sind von dem Frachter nur mehr Trümmer
übrig und die Piraten sind verschwunden. Auf DS9 macht man sich nun
Sorgen, daß auch die Station in Gefahr sein könnte. Doch nicht
nur Sisko ist besorgt. Auch Gul Dukat ist alles andere als glücklich.
Auch er verfolgt die Piraten, die in der Vergangenheit auch schon einige
cardassianische Schiffe angegriffen haben, doch diese verstecken sich in
der Korona einer Sonde und es gelingt ihnen schließlich, die Cardassianer
schwer angeschlagen hinter sich zu lassen. Auf DS9 vermutet man, daß
sich die Helios, so der vermutliche Name des Schiffes, im Denorius-Gürtel
versteckt.
DS9 wird von Schmugglern besucht, die Odo schon lange kennt, eine mysteriöse
Frau von den Trehanna kommt auf die Station, O'Brien und Kira werden entführt
und eine cardassianische Flotte nimmt Kurs auf DS9...
Endlich ist der nächste deutsche DS9-Roman also da, und es ist glücklicherweise ein äußerst gelungener. Die Darstellung der uns bekannten Figuren ist vorzüglich und positiv anzumerken ist auch, daß eigentlich fast alle Hauptcharaktere schön eingebaut wurden, so daß jede Figur einmal im Fokus der Aufmerksamkeit zu finden ist. Nur Quark und insbesondere Jake Sisko haben eher wenig zu tun. Negativ aufgefallen sind mir nur zwei Kleinigkeiten: 1. Deep Space Nine wird mehrmals als Föderationsstation bezeichnet (z.B. auf Seite 14). 2. Der deutsche Titel könnte besser sein. Die wörtliche Übersetzung von "Proud Helios" hätte irgendwie besser geklungen. Insgesamt betrachtet ist "Der Pirat" ein spannender Roman, der sicher jedem DS9-Fan Freude bereitet.