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Star Trek #82 Mind Meld Autor: John Vornholt 1997, Pocket Books ISBN 0-671-00258-9 274 Seiten |
"Mind Meld" ist - wie Euch nicht entgangen sein dürfte - bei weitem nicht John Vornholts erster Star Trek-Roman. Er ist der Autor von solchen Perlen wie "Sanctuary" (Classic) (siehe auch: "Zuflucht"), "Masks" (TNG) oder "Crossfire" (TNG - Starfleet Academy). Seine Geschichten zeichnen sich in der Regel durch besonders interessante und gut beschriebene Planeten und Gesellschaften aus.
Die Ereignisse aus "Star Trek VI: The Undiscovered Country" sind noch nicht lange her und unsere Freunde von der Enterprise entspannen sich auf der Erde. Sie machen sich Sorgen darüber, wie es mit ihnen und der Enterprise weitergeht. Doch bevor sie viel spekulieren können, sind sie schon wieder zurück auf ihrem Schiff und laufen aus. Die Enterprise wurde Botschafter Sarek zugeteilt. Das Schiff und seine Besatzung sollen einen Beitrag zu einer vulkanischen Hochzeit leisten. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine ganz alltägliche Hochzeit. Spocks siebenjährige Nichte Teska soll mit einem romulanischen Jungen verbunden werden. Die Aufgabe der Enterprise ist es, das Mädchen von der Erde, auf der es die letzten paar Jahre verbracht hat, nach Vulkan zu bringen. Ebenfalls an Bord der Enterprise geht eine Gruppe von Rigel V, die auf der Erde mit der Föderation über eine Handelsvereinbarung verhandelt hat. Die Rigelianer sollen auf dem Weg nach Vulkan auf ihrem Heimatplaneten abgesetzt werden. Während der Reise will Spock seine Nichte auf die bevorstehende Zeremonie vorbereiten, indem er ihr Aufzeichnungen zum Selbststudium überläßt. Sie ist davon nicht übermäßig begeistert und würde es bevorzugen, wenn ihr Spock ihre Fragen beantworten würde. Besonders interessiert sie der Mind Meld, den sie schließlich auch mit ihm durchführt. Auch wenn Spock der menschliche Einfluß, dem Teska auf der Erde ausgesetzt war und der sich immer wieder bemerkbar macht, Kopfzerbrechen bereitet, beschließt er schlußendlich, daß es besser ist, wenn Teska vor der Zeremonie noch einige unterhaltsame Tage verbringt, anstatt ständig in ihrem Quartier irgendwelche Aufzeichnungen zu studieren. So lernen die beiden auf dem Freizeitdeck die Passagiere von Rigel V näher kennen und freunden sich ein wenig mit ihnen an, zumindest so weit, wie das bei Vulkaniern möglich ist.
Als man die Passagiere schließlich auf Rigel V absetzt, beamen Kirk, Spock, McCoy und auch Teska mit auf den Planeten. Spock hatte zuvor McCoy auf ein Getränk eingeladen, deshalb begibt man sich in eine Gaststätte. Die Rigelianer glauben jedoch an bestimmte Zahlenkombinationen und die Kombination von Männern, Frauen und Kindern, in der die Gruppe von der Enterprise auftaucht, ist eine extrem schlechte. Deshalb besteht die Wirtin darauf, daß Teska das Lokal verläßt. Das Mädchen ist froh, daß es den Raum verlassen kann, sie hatte sich darin ohnehin nicht besonders wohlgefühlt. Man erklärt ihr noch schnell den Weg zu einem anderen Haus, in dem eine Kinder-Spielgruppe beheimatet ist. Teska geht jedoch nicht bis zu dem Haus. Sie bleibt statt dessen auf dem Weg stehen und genießt den Ausblick und die gute Luft. Doch der angenehme Moment ist schnell vorbei, als plötzlich Botschafter Denker, der Mitglied des Verhandlungsteams war, das die Enterprise transportierte, auf sie zukommt und vor ihr zusammenfällt. Er wurde angegriffen und hat wohl nicht mehr länger als einige Sekunden zu leben. Sie erkennt, daß er ihr unbedingt noch etwas mitteilen möchte, aber nicht mehr dazu in der Lage ist. Deshalb wendet sie den Mind Meld an. Dabei sieht sie unter anderem den Mörder von Denker.
Die Untersuchungen in dem Fall beginnen sofort und es wird darauf bestanden, daß Teska auf Rigel V bleibt, da sie eine wichtige Zeugin ist. Die Enterprise kann jedoch nicht warten, da sie den romulanischen Jungen, mit dem Teska verbunden werden soll, abholen muß. Deshalb bleibt Spock zusammen mit seiner Nichte auf dem Planeten, während die Enterprise aufbricht. Sie wird in einigen Tagen zurückkehren und die beiden abholen.
Bei einer Anhörung verlautbart Teska dann, wer der Mörder von Botschafter Denker ist und verkündet auch dessen Motiv. Daraufhin müssen Spock und Teska vor einer organisierten Verbrecherorganisation flüchten, die alles tut, um die beiden zu beseitigen ...
"Mind Meld" ist ein wirklich toller Roman, den ich Euch nur wärmstens empfehlen kann. Vornholts Stärke, die ich auch oben schon angesprochen habe, kommt wieder einmal voll zur Geltung. Es gelingt ihm ganz hervorragend, den Planeten Rigel V und dessen Bewohner zu beschreiben. Auch "Mind Meld" ist - wie die anderen Vornholt-Bücher - sehr atmosphärisch erzählt, was dem Leser das Gefühl gibt, direkt neben den Figuren zu stehen.
Zwar sind Spock und seine Nichte Teska die absoluten Hauptpersonen dieser Geschichte, wer sich aber großartige Einsichten in die vulkanische Kultur erhofft, wird wohl ein wenig enttäuscht werden, denn das Hauptaugenmerk gilt dem Planeten Rigel V. Vulkanier-Freunde werden aber trotzdem nicht unzufrieden mit "Mind Meld" sein, denn Spock wird wieder einmal mit dem Unterschied zwischen Vulkaniern und Menschen konfrontiert, als er erkennt, daß auch seine vollständig vulkanische Nichte aufgrund ihres Aufenthalts auf der Erde Probleme damit hat, Emotionen zu unterdrücken.
Mein abschließendes Urteil: Auf keinen Fall verpassen!