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Cover von "Loyalties" Star Trek: The Next Generation
Starfleet Academy #10
Loyalties
Autorin: Patricia Barnes-Svarney
Illustrationen: Todd Cameron Hamilton
Pocket Books/Minstrel Books
ISBN 0-671-55280-5
120 Seiten

Beverly Howard ist in ihrem ersten Jahr an der medizinischen Schule der Starfleet Academy. Sie ist eine der besten Schülerinnen ihres Jahrgangs und hatte bisher auch sonst kaum gröbere Probleme. Ihre Zimmerkameradin Claire Voy ist ebenfalls eine sehr gute Schülerin, sieht manches aber nicht ganz so eng wie Beverly. Und so schlägt sie eines Tages vor, eine Einheit über menschliche Anatomie, deren Inhalt beide ohnehin längst im Kopf haben, zu schwänzen und stattdessen bei archäologischen Ausgrabungen am Campus-Rand mitzuhelfen.

Im 21. Jahrhundert wurde San Francisco nämlich von einem gewaltigen Erdbeben platt gemacht und wurde in völlig anderer Form und teilweise auch an etwas anderer Stelle wieder neu aufgebaut. Jetzt wurden die Reste eines alten Krankenhauses aus dieser Zeit gefunden und das weckt die Neugier vieler Leute. Natürlich auch jene von Beverly und Claire, die von den alten medizinischen Geräten (wie zB Spritzen) fasziniert sind.

Während die beiden in den Höhlen bei den Ausgrabungen helfen, ertönt plötzlich ein Alarm. Eine Wand steht kurz vor dem Einsturz und wird nur mehr durch ein schnell automatisch aktiviertes Kraftfeld gehalten, wobei aber nicht verhindert werden konnte, daß ordentliche Staubwolken durch das Höhlensystem ziehen, die es denn Leuten schwer machen, möglichst schnell das Tageslicht zu erreichen. Doch alle schaffen es und es ist auch sonst nicht Gröberes passiert.

Nicht so gut für Beverly und Claire ist allerdings, daß unter den zahlreich herbeigeeilten Menschen auch einer ihrer Ausbildner ist, der natürlich bemerkt, daß die beiden eigentlich eine Unterrichtseinheit besuchen sollten, anstatt bei den Ausgrabungsarbeiten mitzuhelfen.

Und so landen die beiden Kadetten innerhalb kürzester Zeit bei der Leiterin der medizinischen Schule und befürchten das Schlimmste. Doch die sieht die sieht die Geschichte nicht ganz so schlimm. Schließlich war die Motivation hinter der Aktion der beiden ja, etwas zu lernen, über das sie bisher noch nicht so viel wußten. Sie erklärt ihnen, warum es aber dennoch sehr wichtig ist, keine Stunde zu versäumen, und beläßt es dann dabei, ohne ihnen eine Strafe aufzubrummen.

Etwas später steht dann eine Einheit auf dem Programm, in der die Kadetten das Handeln in Notsituationen üben sollen. Dabei werden sie in Holosimulationen gesteckt und müssen mit dem umgehen, was da ohne Vorwarnung auf sie zukommt. Diese Stunde ist jedoch keine, wie jede andere. Ein Kadett wird schwer verletzt und Beverlys Freundin Claire, die mit ihm gemeinsam die Simulation absolviert, erkennt nicht sofort, daß er die Probleme nicht nur spielt, sondern diese tatsächlich vorhanden sind. Beverly hat bei der Simulation unmittelbar davor, an der sie teilnehmen mußte, bei der Untersuchung eines holographischen Patienten eine Art elektrischen Schlag erhalten (was ihr niemand so recht glauben wollte) und beobachtet die Geschehnisse deshalb jetzt besonders genau. So erkennt sie auch als erste, daß etwas nicht stimmt, und greift ein. Daraufhin wird der Kadett schleunigst in eine der Krankenstationen der Academy gebeamt und dort behandelt. Er überlebt den Vorfall gerade noch.

Nun stellt sich natürlich für alle die Frage, wie es zu diesem Vorfall kommen konnte. War es ein technisches Gebrechen oder ein ganz bewußt durchgeführter Angriff auf den jungen Kadetten? Wie paßt dann aber der Schlag, den Beverly abbekommen hat, dazu?

"Loyalties" ist ein durchschnittlicher "Starfleet Academy"-Roman. Vieles ist recht einfach vorherzusehen, die Geschichte ist weitgehend unkompliziert und wirkt teilweise unter Umständen etwas naiv. Das ist aber wohl das Wesen eines Romans für jüngere Leser und somit kann man das auch nicht wirklich kritisieren. Man muß halt wissen, ob man solche Geschichten trotzdem gerne liest.

Mir hat "Loyalties" jedenfalls dennoch sehr gut gefallen, da ich sehr gerne Geschichten von der und/oder über die Starfleet Academy lese. Es hat Spaß gemacht und mich eine Weile lang sehr gut unterhalten. Die Story ist flott geschrieben, nicht unnötig aufgebläht und trotz ihrer Einfachheit nicht uninteressant.

Im laufe der Geschichte taucht übrigens auch noch Data auf, der zu dieser Zeit auch gerade an der Starfleet Academy studiert. Beverly bittet ihn um Hilfe bei ihren Nachforschungen wegen des Vorfalls.

Fazit: Wer andere Bücher aus den diversen "Starfleet Academy"-Reihen mag, wird vermutlich auch dieses Buch gerne lesen und sollte es sich durchaus näher ansehen. Wer schon bisher mit den Star-Trek-Büchern für jüngere Leser keine Freude hatte, wird sich mit dem Lesen dieses Buchs auch nicht dafür begeistern können.

© Patrick Ahrer
(patrick@afss.cjb.net)


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Cover-Foto: © Pocket Books/Paramount Pictures