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Cover von LifelineStar Trek: Voyager 
Starfleet Academy #1 
Lifeline 
Autoren: Bobbi JG Weiss & David Cody Weiss 
Pocket Books/Minstrel Books 
ISBN 0-671-00845-5 
116 Seiten

Auch Voyager hat eine eigene Starfleet-Academy-Buchreihe. "Lifeline" ist das erste Buch, das in dieser Reihe erschienen ist und - so viel kann man gleich verraten - es ist wahrlich ein würdiger Auftakt.

In "Lifeline" verfolgen wir Kathryn Janeways zwei erste Wochen an der Starfleet Academy. Zu Beginn der Geschichte kommt sie gerade mit zwei Freunden, die ebenfalls diesen Weg gewählt haben, an. Die drei trennen sich und jeder begibt sich auf die Suche nach seinem Zimmer. Kathryn findet ihre zukünftige Unterkunft recht schnell. Doch als sie dort ankommt ist sie enttäuscht, als sie sieht, daß sie zwei Mitbewohnerinnen haben wird. Normalerweise ist es an der Academy üblich, ein Zimmer mit nur zwei Personen zu besetzen. Kathryn wäre am liebsten alleine gewesen, um sich voll auf das Lernen konzentrieren zu können. Der Grund für diese Ausnahme ist, daß es sich bei ihren beiden Mitbewohnerinnen um diasomanische Zwillinge namens ThrumPol handelt. Bei den Diasomanern werden ausschließlich Zwillinge geboren, die dann die ersten Jahre ihres Lebens gemeinsam und gedanklich ständig verbunden leben. Erst im laufe der Zeit wird die Verbindung langsam schwächer. Die Zwillingsschwestern freuen sich jedenfalls, als sie feststellen, daß Kathryn mit ihnen zusammen ein Zimmer bewohnen wird. Sie haben nämlich die Besonderheiten von Menschen studiert und deshalb gehofft, mit einem Menschen zusammenzuwohnen. Schließlich findet sich auch Kathryn mit der Situation ab und stürzt sich voll in ihre Ausbildung. Doch obwohl sie alles tut, um ihr Ziel - die Perfektion - zu erreichen, geht so einiges schief...

Wie schon zu Beginn dieses Artikels festgestellt, ist "Lifeline" ein sehr gut gelungenes Buch. Es ist zwar nicht im herkömmlichen Sinn spannend, weil irgendjemand oder irgendetwas in großer Gefahr schweben würde, aber dennoch wird es nie langweilig. Janeway ist sehr gut dargestellt und das, was man hier über sie in jungen Jahren erfährt, paßt gut zu dem, was wir aus der TV-Serie kennen. So wurde zum Beispiel ihre immer wieder einmal auftretende Sturheit offensichtlich auch von den Autoren dieses Buches bemerkt.

Wie viele Bücher in den Star-Trek-Jugendbuchreihen ist auch hier einiges vorhersehbar. Die Lösung des Tests in Form einer Holosuite-Simulation, den Janeway bestehen muß, erkennt man schon recht früh. Dem Lesevergnügen schadet das aber kaum, da dieser Test glücklicherweise nie zum einzig interessanten Inhalt wird. Viel interessanter ist die Person Janeway selbst und wie sie in den verschiedenen Situationen reagiert.

Wer schon immer mehr über das Star-Trek-Universum (und speziell über die Starfleet Academy) wissen wollte, als man im TV und Kino zu sehen bekommt, hat mit diesem Buch sicher Freude. Und da dieser Roman der erste Teil eines Dreiteilers ist (siehe auch: "The Chance Factor", "Quarantine"), können wir gespannt sein, wie es weitergeht. (Aber keine Sorge, man kann das Buch auch problemlos unabhängig von den beiden anderen Bänden lesen. Das Ende ist ein echtes Ende und man wird nicht mit einem "To be continued..." vertröstet.)
 

© Patrick Ahrer
(patrick@afss.cjb.net)


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Cover-Foto: © Pocket Books/Paramount Pictures