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Star Trek: The Next Generation #59 Gemworld #2 Autor: John Vornholt 2000, Pocket Books ISBN 0-671-04271-8 233 Seiten |
Nachdem am Ende des ersten Buches dieses Zweiteilers der Versuch Gemworld zu retten gescheitert ist, sieht es für diese faszinierende Welt gar nicht gut aus. Die einzige Möglichkeit, die es jetzt noch gibt, beinhaltet die Notwendigkeit, die "Schale" des Planeten abzuschalten. Ein solcher Schritt stellt für viele Bewohner von Gemworld aber eine Art religiöses Tabu dar. Viele sind - auch in dieser ausweglos scheinenden Situation - nicht bereit, dieses Tabu zu brechen. Und so hat die Crew der Enterprise nicht nur alle Hände voll damit zu tun, einen Plan auszuarbeiten, wie man die Atmosphäre des Planeten erhalten kann, wenn die Schale erst einmal abgeschaltet ist, sondern muß gleichzeitig versuchen, die Unterstützung aller Einwohner von Gemworld zu bekommen.
Es gibt nur eine Möglichkeit, die Schale abzuschalten. Alle sechs Kristalle, von denen der jeweilige Chefingenieur jeder der sechs auf Gemworld beheimateten Lebensformen einen mit sich trägt, müssen gleichzeitig in eine speziell dafür vorgesehene Vorrichtung gesteckt werden. Das symbolisiert die Zustimmung aller Einwohner dieser faszinierenden Welt. Das klingt jedoch deutlich einfacher, als es ist. Um die Kristalle zu bekommen, müssen erst einmal die Chefingenieuere gefunden werden...
Wie auch bei der Besprechung von "Gemworld #1" möchte ich gleich zu Beginn darauf hinweisen, daß diese beiden Bücher eine zusammenhängende Geschichte erzählen. Es hätte also überhaupt keinen Sinn, dieses Buch zu lesen, ohne den 1. Teil zu kennen.
Im Prinzip gilt all das, was ich über "Gemworld #1" geschrieben habe, auch für dieses Buch. Gerade als man befürchten könnte, die Geschichte würde mangels neuer Entwicklungen langweilig werden, tut sich einiges und verleiht der Sache zusätzliche Spannung. Dinge, die im ersten Teil bereits angedeutet wurden, werden hier immer deutlicher und sorgen schließlich für jede Menge Probleme.
"Gemworld #2" erzählt uns auch noch einiges mehr über den Planeten Gemworld und seine Bewohner. Jene Lebensformen, die im ersten Buch nicht aufgetreten und etwas geheimnisvoll geblieben sind, werden hier bei der Suche nach den sechs Kristallen vorgestellt. Da trifft man dann unter anderem ein riesiges intelligentes Gewächs, mit dem man kommuniziert, indem man einen kleinen Teil des Gewächses verspeist. Außerdem erfahren wir gegen Ende der Geschichte mehr über die Vergangenheit der Lebensformen.
Auch die Beziehung zwischen Lieutenant Barclay und Melora entwickelt sich weiter. Zur großen Freude des schüchternen und unsicheren Ingenieurs von der Enterprise, scheint die Elaysianerin auch so zu fühlen wie er.
Beim Begräbnis des im ersten Buch verstorbenen bisherigen Chefingenieurs der Elaysianer trifft ein Außenteam von der Enterprise (inkl. Captain Picard) einen menschlichen Zivilisten, der anscheinend schon länger auf Gemworld ist. Picard ist nicht so ganz davon überzeugt, dem Fremden vertrauen zu können, auch wenn dieser ihm versichert, ein einfacher Abenteurer zu sein, der Gemworld kennenlernen wollte. Deshalb behält er ihn anfangs sehr genau im Auge. Ungewöhnlich ist, daß sich die Sorgen Picards als unbegründet herausstellen. Etwas überraschend ist auch, wie die Zerstörung von Gemworld ganz am Ende dann doch noch abgewendet werden kann. Aber da möchte ich wirklich nicht mehr verraten.
Fazit: "Gemworld #2" ist - wie auch der 1. Teil - ein sehr gutes Buch, das durch Spannung und das Vorkommen einer außerordentlich faszinierenden Welt überzeugen kann. Ich empfehle diesen Zweiteiler von John Vornholt mit Vergnügen weiter.