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Star Trek #92 New Earth #4 The Flaming Arrow Autoren: Kathy Oltion & Jerry Oltion 2000, Pocket Books ISBN 0-671-78562-1 283 Seiten |
Nicht weit von Belle Terre entfernt sind die Kauld sehr aktiv. Soldaten bearbeiten einen Kometen und schneiden riesige "Eisblöcke" von der Oberfläche. Ihnen wurde zwar nicht gesagt, welches Ziel damit verfolgt wird, aber im laufe der Arbeiten wird das immer klarer. Der Komet soll Teil einer Superwaffe werden, die mit einem Schlag den Planeten Belle Terre zerstört und alle Lebewesen auf und um ihn vernichtet.
Auf Belle Terre bekommt man von alldem nichts mit. Und obwohl Kirk weiterhin eine neuerliche Attacke der Kauld befürchtet, scheinen "kleinere" Probleme, wie zB fehlende Möbel für die Schulen, dringender zu sein. Inzwischen sind die Blood, die ewigen Feinde der Kauld, zu Verbündeten der Kolonisten geworden. Um böse Überraschungen zu vermeiden, schickt Kirk aber trotzdem ein Shuttle auf eine Erkundungsmission. Scotty und McCoy sollen mit einem vom Chefingenieur der Enterprise höchstpersönlich umgebauten und somit schnelleren Shuttle losfliegen und Aktivitäten in einem größeren Umkreis um Belle Terre beobachten.
Diese Maßnahme erweist sich schließlich als äußerst sinnvoll. Zuerst entdecken die beiden eine riesige Flotte von Kauld-Schiffen, die für eine große Schlacht zu trainieren scheint, dann kommt es noch schlimmer: Auf einer etwas eigenwillig konstruierten Raumstation treffen Scotty und McCoy auf zwei ehemalige Kauld-Soldaten, die es nicht mehr ausgehalten haben und vom Konstruktionsort der Superwaffe geflüchtet sind. Sie erzählen den beiden Starfleet-Offizieren von der Waffe. Diese kann zwar nur einmal abgefeuert werden, erzeugt dabei aber einen gigantischen Laserstrahl, der im leeren Raum völlig unsichtbar ist, aber den ganzen Planeten Belle Terre in wenigen Sekunden vernichten kann. Und das noch bevor irgendjemand dort die Gefahr erkennen könnte. Das Schlimmste daran: Die Waffe wurde bereits "abgefeuert", der alles vernichtende Laserstrahl ist bereits mit Lichtgeschwindigkeit auf dem Weg nach Belle Terre...
"The Flaming Arrow" ist das beste "New Earth"-Buch bisher. Nach dem extrem enttäuschenden "Rough Trails" ist das auch sehr angenehm. Die beiden Autoren dieses Buches kümmern sich neben der sehr guten und spannenden Geschichte nämlich auch ein wenig um die Charaktere.
McCoy und Scotty finden in ihrem Shuttle einen blinden Passagier: Eine Katze, die unentdeckt mit auf die Reise gekommen ist und mit der sie sich jetzt arrangieren müssen. Kirk darf unterdessen in einem schöneren Teil von Belle Terre, als dem, den wir in "Rough Trails" kennengelernt haben, einen Nachmittag, einen Abend und eine Nacht mit Lilian Coates verbringen. Diese Kleinigkeiten tragen zwar wenig zur eigentlichen Story rund um die Pläne der Kauld bei, lockern das ganze aber auf, bringen zusätzliche Elemente ein und sorgen so für eine deutlich abwechslungsreichere und viel angenehmer zu lesende Geschichte.
Für etwas Humor sorgen einige Szenen mit Scotty, in denen er versucht, einen uralten Toaster zu reparieren. Eine Familie hat ihn als eine Art altes Familienerbstück nach Belle Terre mitgebracht und würde das im Moment funktionsunfähige Gerät gerne weiterhin verwenden. Für den sonst so brillianten Chefingenieur der Enterprise ist das aber eine besondere Herausforderung, da er überhaupt keine Erfahrung mit einer derart alten "Technologie" hat. Und so geht bei seinen Reparaturversuchen auch einiges schief.
Interessant ist, daß die Blood in der Zwischenzeit zu Verbündeten der Kolonisten geworden sind. Die interessanteren Aliens in diesem Buch sind aber trotzdem die Kauld. Dadurch, daß man als Leser einige Ereignisse aus der Sicht von zwei Kauld-Soldaten erlebt, bekommt man mit, daß nicht alle Kauld die brutale Vorgangsweise des Militärs für richtig halten und daß dieses Volk neben dem Kampf auch noch andere Interessen hat.
Fazit: Kathy Oltion und Jerry Oltion haben es bei "The Flaming Arrow" geschafft, eine gute Geschichte durch gekonnten Einsatz der Charaktere und das Einflechten von kleineren Nebenhandlungsfäden noch besser zu machen. Mir hat das Buch somit sehr gut gefallen und ich empfehle es daher gerne weiter.