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Cover von Die Raumschiff-Falle Star Trek #71
Die Raumschiff-Falle
Autor: Mel Gilden
Heyne 06/5471
ISBN 3-453-11915-0
DM 12,90 / öS 94,00
250 Seiten

Die Enterprise ist gerade an Starbase 23 angedockt und ein Großteil der Besatzung genießt den verdienten Urlaub. Nur einige wenige Leute sind an Bord der Enterprise geblieben. Darunter sind Captain Kirk, Mr. Spock und Dr. McCoy. Die drei haben es sich an einem Tisch eines Erholungsraums auf Deck sechs gemütlich gemacht. Ihr Gespräch wird jedoch schon bald unterbrochen, als eine codierte Nachricht von Starfleet eintrifft. Kirk entscheidet sich, das Gespräch in seiner Kabine entgegenzunehmen. Es meldet sich Lieutenant Lungo, der Kirk im Auftrag von Admiral Nogura einen Befehl übermitteln soll. Wieder einmal wird der Urlaub unterbrochen. Die Enterprise soll sofort nach Pegasus IV aufbrechen, wo sie Conrad Franklin Kent und seine Assistentin an Bord nehmen soll. Außerdem wird Kirk angewiesen, in der Folge allen Anweisungen der beiden zu folgen. Der Captain versucht zwar noch, mehr aus dem Lieutenant herauszukriegen, ein Erfolg bleibt aber aus. Mit der Information, daß auch er nicht mehr weiß, beendet Lungo das Gespräch. Kent ist für Kirk kein Unbekannter. Er ist Seniormitglied des Föderationsrates und strebt die Präsidentschaft an. Weiters ist Kent alles andere als ein Freund von Starfleet. Bei jeder Gelegenheit behauptet er, daß die Organisation überholt, kriegstreiberisch und nur an sich selbst interessiert ist; die Offiziere der Flotte bezeichnet er als "halbintelligente Egomanen". Doch auch wenn Kirk nicht glücklich über diesen neuen Auftrag ist, befolgen muß er ihn. Deshalb bricht die Enterprise auch wenig später - angefüllt mit verärgerten Crewmitgliedern, deren Urlaub gestrichen wurde - nach Pegasus IV auf. Während der Reise informiert Spock seinen Captain über den Planeten. Der Grund für Kents Aufenthalt auf Pegasus IV dürfte sein, daß der Planet zu mehr als zehn Prozent aus dem wertvollen Daystromit besteht. Vermutlich verhandelt er über Schürfrechte. Kirk befiehlt Uhura, Pegasus IV zu rufen. Überraschend schnell meldet sich ein Dr. Brewster, eine Horta, die Kirk nur sagen kann, daß alles in Ordnung ist. Daraufhin bittet Kirk um ein Gespräch mit Kent, der sich auch sofort meldet. Der Captain hatte bisher vermutet, daß es zu irgendeinem Zwischenfall gekommen war, weswegen man nun die Enterprise hingeschickt hatte, doch während des Gesprächs mit Kent muß er zu seiner Verärgerung feststellen, daß sein Schiff - das Flaggschiff der Flotte - anscheinend nur das Taxi für diesen Politiker spielen soll. Kent möchte nämlich, daß die Enterprise ihn und seine Assistentin Hazel Payton zur Starbase 12 kutschiert.

Nachdem das Schiff Pegasus IV erreicht hat, kommen Kent und Payton an Bord und obwohl Kirk Payton recht hübsch findet, ist er alles andere als glücklich, sie und ihren Chef auf seinem Schiff zu haben. Noch während die Offiziere auf der Brücke unglücklich darüber sind, von Payton zu einem Empfang für Kent eingeladen worden zu sein, meldet Sulu ein sich näherndes Schiff, daß sich gerade noch in Sensorreichweite befindet. Spock fällt die Identifikation zwar schwer, er vermutet aber schließlich, daß es sich um ein klingonisches Schiff handelt. Spocks Vermutung erweist sich recht schnell als zutreffend, als sich das Schiff immer weiter der Enterprise nähert. Die Klingonen rufen die Enterprise und auf dem Bildschirm erscheint Commander Torm, der die Föderation beschuldigt, für das Verschwinden von klingonischen Schiffen verantwortlich zu sein. Kirk weiß davon nichts und weist die Beschuldigungen zurück, als sich plötzlich Kent, der inzwischen zusammen mit seiner Assistentin die Brücke betreten hat, in das Gespräch einmischt. Er deutet an, die Föderation habe eine neue Waffe entwickelt, daß er aber nichts darüber verraten dürfe. Dann übernimmt Kirk wieder das Kommando und fordert Torm auf, zu verschwinden, was dieser auch tut. Danach spricht er Kent auf die zuvor erwähnte Waffe an, die es - wie schnell klar wird - gar nicht gibt. Kirk ist ziemlich verärgert und wirft Kent und Payton von der Brücke.

Zum Empfang für Kent erscheint dessen Assistentin mit einem sogenannten Gedächtnis-Interface, welches ihr ermöglicht, alles aufzuzeichnen. Kirk versucht Payton in ein Gespräch zu verwickeln, um mehr über ihre Meinung zu Starfleet herauszufinden, wird aber relativ schnell von ihr zurückgewiesen, woraufhin der Captain ein weiteres Mal Kent auf die "Geheimwaffe" anspricht. Kent gibt sich betont geheimnisvoll und empfiehlt Kirk, sich an Professor Omen zu wenden. Prof. Omen ist jener Waffenexperte, der für die jüngste Generation von Schiffswaffen verantwortlich ist. Außerdem kündigt Kent an, daß Omen auf Starbase 12 einen Auftrag für die Enterprise haben wird. Um was für einen Auftrag es sich dabei handelt, behält der Politiker für sich.

Als die Enterprise Starbase 12 erreicht hat, bittet Commodore Favere, der Kommandant der Starbase, Kirk und Spock mittels einer persönlichen Nachricht, ihn zu besuchen.

Nachdem Kent und Payton auf die Starbase gebeamt sind, entpuppen sich Payton und Commodore Favere als Liebespaar. Als Favere ein wenig Skepsis bezüglich ihres Plans zeigt, blockt Payton sofort ab. In der Folge macht Favere ihr einen Heiratsantrag, den Payton vorerst unbeantwortet läßt. Sie verspricht ihm lediglich, gründlich darüber nachzudenken.

Später treffen sich Kirk und Spock mit Commodore Favere, der sie über ihren neuen Auftrag in Kenntnis setzt. Er erzählt ihnen, daß nicht nur klingonische Schiffe verschwinden. Auch Föderationsschiffe sind betroffen. Die Enterprise hat nun die Aufgabe, dieses Rätsel zu lösen. Mit von der Partie sein soll dabei Professor Omen, wegen seines umfangreichen Wissens über Waffen. Doch noch bevor die Enterprise diesen Auftrag ausführt, soll sie am Test einer neuen Entwicklung von Omen teilnehmen. Der Enterprise fällt dabei die Aufgabe zu, einen J-Klasse-Frachter, der mit einem neuen Schild, der von Prof. Omen entwickelt wurde, ausgestattet ist, mit allen zur Verfügung stehenden Waffen zu beschießen und zu versuchen, ihn zu zerstören. Wenn der Frachter diese Prozedur unbeschadet übersteht, ist der Test erfolgreich verlaufen. Und so trägt es sich dann auch zu. Der Frachter bleibt unbeschädigt, der Schild funktioniert perfekt.

Später wird Kirk, der zuvor schon die Einladung zu einem Umtrunk nicht angenommen hat, von Kent zum Dinner eingeladen. Dieses Mal kann Kirk trotz großem Desinteresse nicht absagen, da ihn kurz zuvor Admiral Nogura noch einmal eindringlich "gebeten" hat, mit Kent und Payton zusammenzuarbeiten. Das Dinner selbst verläuft dann nicht gerade reibungslos. Nach kurzer Zeit sagt Kirk dem Politiker die Meinung und will wieder verschwinden. Doch Kent hält ihn auf und bittet ihn, Payton bei der anstehenden Mission mitzunehmen. Kirk lehnt ohne Umschweife ab und verzieht sich dann endgültig. Doch daraufhin meldet sich Admiral Nogura wieder und möchte Kirk davon überzeugen, Payton doch mitzunehmen, da es für Starfleet besser wäre. Kirk läßt sich zwar überreden, ist aber deshalb immer noch nicht glücklich damit.

Und so verläßt die Enterprise dann auch mit Payton, die alles aufzeichnet, Starbase 12. Ebenfalls an Bord ist Prof. Omen. Als das Schiff Sektor 412 erreicht, wird mit einer Sensorensuche begonnen, um dem Rätsel der verschwundenen Schiffe auf die Spur zu kommen. Am darauffolgenden Morgen stellt sich auch tatsächlich ein Erfolg ein. Sie finden einen Asteroiden, der anscheinend über eine künstlich hergestellte Ausstattung verfügt. Nachdem das Bild auf dem Hauptschirm vergrößert wurde, zeigt der Bildschirm die Oberfläche des Asteroiden wesentlich klarer und man kann Sensorschüsseln, Warpzylinder und Waffenbänke erkennen. Noch dazu sieht das ganze nicht wie Alien-Technologie aus. Vielmehr handelt es sich um menschliches Design. Plötzlich mischt sich Professor Omen, der ebenfalls auf der Brücke ist, ein: Er hat den Asteroiden gebaut, und nun ist er sein Heim...

Nach drei recht guten Classic-Romanen hintereinander - "Zuflucht" von John Vornholt, "Der Saboteur" von L. A. Graf und "Die Geisterstation" von Mellissa Crandall - ist "Die Raumschiff-Falle" leider ein Aussetzer. Die Geschichte ist weder besonders spannend noch originell oder witzig. Die erste Hälfte stellt vielleicht jene zufrieden, die Freude daran haben, wenn sich Kirk mal wieder mit einem Botschafter oder Politiker verbal duelliert. Zur Warnung muß allerdings gesagt werden, daß leider auch das nicht sehr unterhaltsam umgesetzt wurde. In der zweiten Hälfte des Buches tritt dann auch dieser Aspekt in den Hintergrund und es wird ständig über andere Universen, kleine Dimensionen und neue Waffen geplappert.

Die ganze Geschichte hindurch hat die Crew ein Problem nach dem anderen; keines davon hat aber irgendwelche nennenswerten Auswirkungen auf die nachfolgenden. Zuerst werden schon mal fast 100 Seiten verbraucht, bis das eigentliche Abenteuer beginnt. Nun verschlägt es die Enterprise in ein Universum, in dem sowohl das Schiff als auch die Crew selbst ihre Energie verlieren. Dieses Universum wird dann wieder verlassen und das Schiff hüpft in das nächste, wo man auf Aliens trifft, die den Klingonen ähnlich sind. Als die Enterprise schließlich wieder im richtigen Universum ist und den verrückten Wissenschaftler einfangen will, tauchen ganz plötzlich "richtige" Klingonen auf.

Ich habe dieses Mal ein wenig viel vorweggenommen, aber das sollte niemanden stören, der nicht sowieso jedes Buch liest. Denn all diesen Leuten empfehle ich, das Buch im Laden liegenzulassen.

© Patrick Ahrer
(patrick@afss.cjb.net)


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Cover-Foto: © Pocket Books/Paramount Pictures