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Star Trek #66 Die Enterbten (OT: The Disinherited) Autoren: Peter David/Michael Jan Friedman/Robert Greenberger Heyne 06/5466 DM 12,90/öS 94,00 249 Seiten |
In den Xaridia-Systemen werden ständig Kolonien der Föderation von unbekannten Raumschiffen angegriffen und völlig zerstört. Die Enterprise soll nun den Föderationsbürgern in der Region zu Hilfe kommen und dafür sorgen, daß die ständigen Angriffe aufhören. Schon kurz nachdem das Schiff eingetroffen ist, wird es auch schon in einen Kampf verwickelt. Auch für die Crew der Enterprise ist die Herkunft der Angreifer und das Motiv für die Attacken ein Rätsel. Und obwohl die Enterprise wesentlich größer als die Schiffe der Fremden ist, kommt sie kaum gegen sie an und muß schnell schwere Schäden hinnehmen.
Inzwischen ist Lieutenant Uhura an Bord der U.S.S. Lexington. Das Schiff steht unter dem Kommando von Commodore Robert Wesley und soll dem Planeten Rithra anfliegen. Dort bedroht ein Vulkanausbruch ein Zeugerzentrum. Die Besatzung der Lexington soll einen leistungsfähigen Schutzschild rund um das Zentrum konstruieren, um das Leben von unzähligen Neugeborenen zu retten. Unabhängig davon, soll Wesley mit den Rithrim über eine geplante Föderationsbasis auf Rithra sprechen. Bei allen diesen Vorhaben soll Lieutenant Uhura als Dolmetscherin dienen, da die Rithrim zusätzlich zur gesprochenen Sprache auch noch eine komplexe Zeichensprache benützen. Mit der Zeit stellt sich heraus, daß es auch auf Rithra einige Rätsel zu lösen gilt. So werden zum Beispiel systematisch offenbar gezielt ausgewählte Statuen und Wandgemälde entfernt. Außerdem fällt Uhura in dem Zeugerzentrum ein Raum auf, in welchem die in ihm untergebrachten Neugeborenen in einer Art schreien, die sie keiner der vier Kasten, in die die Bevölkerung von Rithra eingeteilt ist, zuordnen kann, obwohl normalerweise die Stimmlage über die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Kaste Aufschluß gibt. Als die Kontaktgruppe diese kleinen Ungereimtheiten während eines Gesprächs mit Zyklus-Direktor Endris, dem politischen Oberhaupt der Rithrim, zur Sprache bringt, schlägt dessen Stimmung plötzlich um und er macht Wesley und der Crew der Lexington klar, daß die Rithrim keine Hilfe der Föderation mehr benötigen. Außerdem teilt er ihnen mit, daß die Föderation keinen Posten auf Rithra errichten darf, und bittet sie schließlich höflich, zu verschwinden ...
Soviel zur Handlung. Ungewöhnlich an diesem Buch ist vor allem, daß es von DREI Autoren geschrieben wurde. Die Tatsache, daß alle drei normalerweise recht gute Arbeit abliefern, ließ mich auf eine hervorragende Geschichte hoffen. Ganz wurden meine Erwartungen dann aber nicht erfüllt. "Die Enterbten" ist zwar kein absoluter Reinfall, aber auch kein Meisterwerk. Läßt man die sehr durchschnittliche Haupthandlung aber einmal beiseite, gibt es einige Gründe, den Roman trotzdem zu lesen. So gilt es zum Beispiel als sehr positiv anzumerken, daß Uhura in diesem Roman mal ein wenig mehr zu tun hat, als sonst üblich. Außerdem ist die Handlung kurz nach Chekovs Ankunft auf der Enterprise angesiedelt, was zur Folge hat, daß ihn keines der Besatzungsmitglieder noch so richtig kennt. Der Leser kann mitverfolgen, wie er so manchen Fehler macht, der bei ihm Zweifel über seine Zukunft an Bord des Schiffes aufkommen läßt, und wie er sich dann langsam doch in die Crew einfügt. Fazit: Die Haupthandlung ist nicht überwältigend, kleine Details sorgen aber für den nötigen Lesespaß. Kein Muß, aber eine nette Ergänzung für alle, die die absoluten Highlights der Star Trek-Buchreihe schon kennen.