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Cover von Die Rückkehr der DespotenStar Trek: The Next Generation #46 
Die Rückkehr der Despoten 
Autor: Simon Hawke 
Heyne 06/5446 
ISBN 3-453-13298-X 
DM 12,90 / öS 94,00 
249 Seiten

"Die Rückkehr der Despoten" ist ein spannendes neues Abenteuer mit unseren "Next Generation"-Helden, das ihr eigentlich nicht versäumen solltet. Simon Hawke hat uns schon vor nicht allzu langer Zeit den ebenfalls großartigen TNG-Roman "Die Beute der Romulaner" beschert. Daß die Romulaner auch bei "Die Rückkehr der Despoten" kräftig mitmischen, deutet darauf hin, daß der Autor besonders großes Interesse an diesem Volk hat, was die Romulaner-Freunde unter uns wohl sehr zu schätzen wissen.

Der Roman hat mir ganz vorzüglich gefallen, dennoch gibt es etwas zu bemängeln: Die Verwendung der Ersten Direktive. Das K'tralli-Reich ist Mitglied der Föderation, und trotzdem scheint in ihrem Fall die Erste Direktive zu gelten. Ich hatte bisher immer den Eindruck, daß die Direktive nur anzuwenden ist, wenn man mit Völkern zusammentrifft, die keine Mitglieder der Föderation sind. Überhaupt scheinen die K'tralli ziemlich unabhängig zu sein. Aus der Sicht des Autors hätte ich diese Vorgehensweise ja noch verstanden, hätte das Hinzuziehen der Ersten Direktive geholfen, die Geschichte in irgendeiner Form spannender oder interessanter zu gestalten, doch bis auf einige ganz wenige Abschnitte die geändert hätten werden müssen, hätte das Weglassen der Direktive die Geschichte überhaupt nicht verändert. Außerdem geht mir das ständige Erwähnen der Ersten Direktive in zahlreichen Romanen mittlerweile schon ordentlich auf die Nerven. Es wäre wirklich an der Zeit, daß die Autoren in dieser Hinsicht mal ein wenig gebremst werden. Soviel dazu.

Jetzt möchte ich noch ein wenig an der Übersetzung von Uwe Anton herummeckern. Negativ fallen nämlich nicht nur zahlreiche Rechtschreibfehler auf, sondern auch die Übersetzung des Begriffes "Warbird" mutet etwas seltsam an. Anton konnte sich anscheinend nicht entscheiden, ob er die romulanischen Schiffe nun "Kriegsvogel" oder "Kriegsschwalbe" nennen soll. Mal davon abgesehen, daß in den bisherigen Romanen die Schiffe meistens "Kriegsschwalbe" hießen, "Kriegsvogel" aber näher am Original ist, stellt sich die Frage, warum es hier nicht ganz einfach beim Original "Warbird" bleibt. Soweit ich mich erinnere, wurden die Schiffe in der deutschen Version der Serie auch immer so genannt.

Diese zwei Punkte sollten Euch aber nicht wirklich stören, denn die Geschichte ist viel zu gut, als daß Ihr Euch ob dieser kleinen Schwachstellen von dem Buch fernhalten solltet.
 

© Patrick Ahrer
(ahrer@gmx.at)

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Cover-Foto: © Pocket Books/Paramount Pictures