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Cover von CrossoverStar Trek: The Next Generation 
Crossover 
Autor: Michael Jan Friedman 
VGS 
ISBN 3-8025-2479-9 
DM 36,00 / öS 263,00 
296 Seiten
 
Botschafter Spock fliegt mit einer Gruppe von "Vereinigern" - so nennen sich die Anhänger einer Wiedervereinigung von Romulanern und Vulkaniern mittlerweile - von Romulus zu einem romulanischen Planeten namens Constanthus. Dort soll er als "Anführer" der Untergrundbewegung zu den Mitgliedern der lokalen Gruppe sprechen. Die Landung verläuft ohne Zwischenfälle und Spock und seine Begleiter begeben sich zu einer leeren Lagerhalle, die als Versammlungsort dient. Die Halle gehört einer Firma, deren Eigentümer der Leiter der noch recht kleinen Vereiniger-Gruppe von Constanthus, Belan, ist. Das Schiff mit dem Spock eingetroffen ist, transportierte als Tarnung Mineralien und andere Rohstoffe für Belans Fabrik. Während Spock in der Halle zu den Romulanern spricht, betritt einer von Belans Leuten den Raum und meldet, daß jemand aus der Halle sendet. Es befindet sich ein Verräter unter ihnen. Noch bevor irgend jemand reagieren kann, stürmen romulanische Soldaten die Halle. Gegenwehr ist sinnlos, deshalb verzichtet der Großteil der Vereiniger darauf, sich zu verteidigen. Nur einige wenige verlieren die Beherrschung und kämpfen gegen die Soldaten. Sie haben jedoch keine Chance und unterliegen innerhalb weniger Augenblicke. Die romulanischen Soldaten beginnen nun, sich umzusehen. Einer von Spocks Vertrauten, ein Romulaner namens Sel'den, erkennt, was sie vorhaben. Sie versuchen herauszufinden, wer der Anführer der Untergrundbewegung ist, denn wenn dieser beseitigt ist, hört meist auch die Bewegung, die hinter ihm steht, auf zu existieren. Sel'den erkennt, daß die "Vereiniger" den Vorfall nur überstehen können, wenn Spock überlebt, deshalb gibt er sich als Anführer zu erkennen. Die Soldaten reagieren schnell und töten Sel'den auf der Stelle, doch Spock bleibt vorerst unerkannt. Er wird zusammen mit den anderen eingesperrt.

Der mittlerweile 145jährige Admiral Leonard McCoy nimmt an Bord der Zapata an einer Besprechung teil, bei der über ein Volk namens Stugg gesprochen wird. McCoy ist vor einiger Zeit den Stugg einmal begegnet und ist deshalb dabei. Seine Geduld ist aber schon fast am Ende, denn Captain Drake, der Kommandant der Zapata und vier weitere Teilnehmer - Diplomaten und kulturelle Kontaktexperten der Föderation - faseln mittlerweile schon seit Stunden, ohne daß etwas dabei herauskommen würde. Schließlich schläft McCoy ein und als ihn der Captain wieder aufweckt, ist eine Kom-Nachricht für ihn eingetroffen. McCoy vermutet, daß wie so oft in den letzten Jahren, wieder jemand von seinen Freunden gestorben ist. Doch dem ist glücklicherweise nicht so. McCoy ist erleichtert, als ihm Admiral Keaton mitteilt, daß niemand gestorben ist. Was sie ihm erzählt, ist aber auch nicht gerade erfreulich. Sie berichtet dem Admiral von Spocks Verhaftung auf Constanthus. Sie erzählt ihm auch, daß man ein Schiff der Galaxy-Klasse zur Neutralen Zone geschickt hat, um dem Botschafter zu helfen. McCoy soll als Berater an Bord der U.S.S. Enterprise gehen, da er Spock  schon lange kennt.

Scotty ist in seinem Shuttle unterwegs und macht gerade ein Nickerchen, als ihn der Computer weckte. Er hatte eine Nachricht abgefangen. Scotty hat den Computer so programmiert, daß er Subraum-Mitteilungen scannt und nach Informationen sucht, die ihn interessieren könnten. Zu diesem Zweck hat er eine Liste von Stichwörtern eingegeben, nach denen gesucht wird. Zu dieser Liste gehören auch einige Namen, wie etwa die von Spock und McCoy. Zurück zu der Nachricht. Sie ist mit einem neuen Starfleet-Code verschlüsselt, aber Scotty kann ihn schnell knacken und er verfolgt nun das Gespräch zwischen McCoy und Admiral Keaton. Und auch er bricht auf, um Botschafter Spock zu Hilfe zu eilen...

Wenn ihr nicht versäumen möchtet, wie Scotty die alte U.S.S. Yorktown - mittlerweile eine Art Museum - aus dem Dock einer Starbase entführt, wenn ihr erfahren wollt, warum Admiral McCoy das Kommando über die Enterprise übernimmt und Captain Picard auffordert, sein Quartier nicht mehr zu verlassen, und wenn es Euch interessiert, wie es mit Spocks Vereinigungsbewegung weitergeht, dann dürft Ihr dieses Buch auf keinen Fall verpassen.

Das ist aber immer noch nicht alles, was "Crossover" bietet. Vor allem Vulkanier-Interessierte dürfen sich zusätzlich noch an zahlreichen Weisheiten von Surak erfreuen. Zum Beispiel Suraks Meinung zu einem Leben nach dem Tod: "Es wäre unlogisch für das Universum, komplexe, vernunftbegabte Wesen zu erschaffen und ihren Geist zu vergeuden, wenn die Körper nicht mehr funktionieren." (Seiten 189 und 190) Außerdem gibt das Buch wieder einmal ein wenig Einblick in das romulanische Reich.

"Crossover" hat wirklich alles, was eine gute Star-Trek-Geschichte ausmacht. Das Buch kombiniert eine interessante und spannende Geschichte mit gut getroffenen Charakteren aus zwei Star-Trek-Generationen.
 

© Patrick Ahrer
(ahrer@gmx.at)
Anmerkung:
Dieses Buch ist bei vgs als Hardcover erschienen. Da Heyne seit einiger Zeit diese Bücher auch als Taschenbuch herausbringt, ist es durchaus möglich, daß auch dieser Roman als Taschenbuch im Regal zu finden ist. Das Cover-Foto auf dieser Seite zeigt die Hardcover-Ausgabe.


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 Cover-Foto: © Pocket Books/Paramount Pictures