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Star Trek: Voyager #18
Battle Lines
Autoren: Dave Galanter und Greg Brodeur
1999, Pocket Books
ISBN 0-671-00259-7
264 Seiten


Die Crew der Voyager entdeckt einige Schiffe in ihrer Nähe, die sich offenbar dem Föderationsschiff nähern. Innerhalb kürzester Zeit wird die Voyager in einen Kampf mit den Schiffen verwickelt, ohne wirklich zu wissen, was die Angreifer eigentlich von ihr wollen. Plötzlich wird irgendetwas an der Hülle der Voyager angebracht. Einige Augenblicke später stellt sich heraus, daß es sich dabei um ein Gerät handelt, das verhindert, daß die Voyager ein Warp-Feld aufbauen kann.

Die Edesier, so nennen sich die Angreifer, enthüllen schließlich, daß sie das Schiff nicht zerstören wollen, sondern es gerne selbst haben möchten. Das Gerät an der Hülle der Voyager ist nicht nur dazu fähig, den Warp-Flug zu verhindern, sondern es kann auch lebensgefährliche Strahlung abgeben, die innerhalb weniger Minuten die gesamte Crew der Voyager umbringen könnte.

Angesichts dieser Drohung muß Janeway Zugeständnisse machen und einer Gruppe von Edesiern erlauben, an Bord ihres Schiffes zu kommen. Doch bevor sie das zuläßt, ordnet sie noch an, einige Einrichtungen der Voyager - wie zum Beispiel die Transporterräume - zu "tarnen".

Commodore Lekket, der Kommandant der edesischen Flotte, kommt ebenfalls an Bord. Janeway behält weiterhin offiziell das Kommando über ihre Crew, sie muß aber Lekkets Anweisungen befolgen. Die Edesier sind offenbar im Krieg mit einem Nachbarvolk und erhoffen sich, daß die Voyager eine deutliche Verstärkung ihrer angeschlagenen Flotte sein wird. Und so wird die Voyager und ihre Crew in einen Krieg hineingezogen, mit dem sie zuvor nie etwas zu tun hatten, und mit dem sie auch nie etwas zu tun haben wollten...

"Battle Lines" ist ein recht schwacher Roman, der bei mir keine Begeisterungsstürme auslöst. Viele doch recht ausführlich geschilderte Kampfszenen begeistern vielleicht manche Leser, mich vermochten sie jedoch nicht zu beeindrucken. Ich empfand diese Abschnitte eher als langweilig.

Etwas ärgerlich sind leider auch wieder einmal einige Entscheidungen von Captain Janeway (was ja nicht unbedingt "out of character" ist). So befiehlt sie dem Doktor zum Beispiel, einem auf der Voyager aufgedeckten Spion der Gimlon - das sind die Feinde der Edesier -, ein Mittel zu "spritzen", daß ihn dazu veranlassen soll, alle Fragen wahrheitsgemäß zu beantworten, obwohl keineswegs sichergestellt ist, daß dieses Mittel seiner Gesundheit nicht stark schadet. Es ist sogar denkbar, daß der Spion daran stirbt. Und so kommt es schließlich auch. Zwar dürfte nicht das Mittel selbst am Ableben des Mannes schuld sein, es scheint aber der Auslöser für irgendeinen Vorgang zu sein, der garantiert, daß den Spionen der Gimlon keine heiklen Informationen entlockt werden können.

Recht langweilig gestaltet sind die ach so bösen Gimlon, die (etwas überspitzt ausgedrückt) anscheinend nichts lieber tun, als ihre Nachbarn mir ihrer Superwaffe anzugreifen und teilweise auch auszurotten. Und das natürlich auf besonders grausame und rücksichtslose Art und Weise. Die Sache wäre sehr viel interessanter gewesen, wenn Dave Galanter und Greg Brodeur die Gimlon etwas dreidimensionaler gestaltet und den Leser(inne)n etwas Einblick in ihre Motive gewährt hätten.

Ganz nett waren hingegen die freundschaftlich gestalteten verbalen Duelle zwischen Tom Paris und Chakotay. Toms schnippische Bemerkungen in den kritischsten Situation haben es hin und wieder geschafft, ein Schmunzeln in mein Gesicht zu zaubern.

Fazit: "Battle Lines" ist ein Buch, das man nicht unbedingt haben muß. Es gibt mit Sicherheit zahlreiche bessere Voyager-Romane, die man diesem vorziehen sollte.


© Patrick Ahrer
(ahrer@gmx.at)

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