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Star Trek: The Next Generation
Day of Honor #1
Ancient Blood
Autorin: Diane Carey
ISBN 0-671-00238-4
280 Seiten



Inhaltsangabe

Commissioner Toledano kommt an Bord der Enterprise, und fordert von Captain Picard, sich ohne weitere Erklärungen mit einem Frachter zu treffen, von dem 2 Personen mitzunehmen seien. Als die Enterprise bei diesem Frachter eintrifft und ein Außenteam an Bord geht, steht dieses buchstäblich bis zu den Knöcheln im Blut.

Nachdem Captain Picard von Commissioner Toledano doch noch über die Hintergründe aufgeklärt wurde, wird Worf zusammen mit dem hinzugezogenen Ross Grant (einem alten Freund und beinahe-Familienmitglied) beauftragt, die Angelegenheit aufzuklären. Die beiden fliegen schließlich auf den Planeten Sindikash, auf dem in Kürze Präsidentenwahlen in Verbindung mit einem Referendum über die Loslösung von der Föderation stattfinden sollen. Einer der Kandidaten ist ins organisierte Verbrechen verwickelt, und man erwartet, dass dieser Kandidat die Sezession dazu nützen würde, die verbrecherischen Aktivitäten auszuweiten. Dies zu verhindern ist Aufgabe von Lieutenant Worf und Ross Grant.

Zur selben Zeit kommt für Worf's Sohn Alexander die Zeit, selbst das Wesen der Ehre zu erforschen. Weil Worf nicht in der Lage ist, ihm dabei zur Seite zu stehen, da er seine Mission zu erfüllen hat, bittet er Captain Picard, das zu übernehmen. Dieser stimmt zu, und führt Alexander auf einem britischen Schiff zur Zeit des amerikanischen Unabhängigkeitskriegs (ein Holoprogramm von seinem "Onkel" Ross Grant, das Alexander ausgewählt hat) durch den Tag der Ehre.

Wichtigste aus der Fernsehserie bekannte Personen: Lieutenant Worf, Captain Picard, Alexander


Bewertung

Ich kann ruhigen Gewissens behaupten, dass ich bisher kein Star Trek-Buch gelesen habe, das sich auch nur annähernd so sehr auf die Darstellung von Brutalität und Gewalt stützt, wie "Ancient Blood". Man bekommt beinahe den Eindruck, Diane Carey hätte es als Nebenprodukt eines Horrorfilms wie "Freitag der 13." geschrieben.

Hinzu kommt, dass die erste Hälfte von "Ancient Blood", in der die Story auf Sindikash dominiert, leider unglaublich schwach ist. Was im übrigen meiner Meinung nach auf den gesamten Hauptplot zutrifft, der nur wenig (interessanten oder anspruchsvollen) Inhalt anzubieten hat. Ein Lichtblick dabei ist, dass die Verhältnisse auf Sindikash jenen der heutigen Erde durchaus ähnlich sind - und somit einige Vergleiche ermöglichen.

Einer völlig vernichtenden Kritik entgeht dieses Buch nur durch die interessante Nebengeschichte im Holodeck, wo Alexander schrittweise die wahre Bedeutung von Ehre erkennt. Letztere glänzt vor allem durch die Einblicke in die klingonische und menschliche Sichtweise von Ehre, wie auch durch die Beschreibung der Zustände im 18. Jahrhundert in den heutigen Vereinigten Staaten.

Mein Fazit: Dieses Buch ist für einen Klingonen-Fan und Holodeck-Hasser wie mich überaus verwirrend, da es seine Vorlieben und Abneigungen völlig durcheinanderwirft. Nur wer einen starken Magen hat, und damit den allzu detaillierten Beschreibungen von abgerissenen Armen nicht hilflos ausgeliefert ist, kann diesem Buch eventuell im Rahmen des ebenfalls erhältlichen Day-of-Honor-Sammelbandes vielleicht etwas abgewinnen, da auch der Preis damit vertretbar wird. Ich würde allerdings dazu raten, dem Nebenplot im Unabhängigkeitskrieg mehr Beachtung zu schenken, als den Ereignissen auf Sindikash.

© Reinhard Pamer
(reinhard.pamer@gmx.net)

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