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Star Trek #88
Across the Universe
Autoren: Pamela Sargent and George Zebrowski
1999, Pocket Books
ISBN 0-671-01989-9
217 Seiten

Die Enterprise stößt auf ein recht altes kleines Schiff mit einer menschlichen Besatzung an Bord. Anscheinend ist der Hauptantrieb des Schiffes defekt, weshalb es nur langsam durch das All schleicht. Die Menschen an Bord sind schon vor sehr langer Zeit aufgebrochen, um eine Erde zu verlassen, die für sie kein schöner Platz zum Leben war. Sie wollten einen weit entfernten bewohnbaren Planeten anfliegen, um sich dort eine neue Existenz aufbauen zu können. Und auch wenn für die Besatzung der Hawking - so heißt das kleine Schiff - weniger Zeit vergangen ist, wurde ihr Aufenthalt an Bord des Schiffes für sie immer mehr zur Qual. So manche(r) von ihnen dachte bereits an Selbstmord.

Doch nun ist die Enterprise auf die Hawking gestoßen und nimmt die psychisch und physisch sehr stark angeschlagenen Menschen an Bord. Die physischen Verletzungen sind mit Hilfe der fortschrittlichen Technik an Bord des Föderationsschiffes natürlich schnell geheilt, aber der psychische Zustand der "Menschen aus der Vergangenheit" macht der Enterprise-Crew Sorgen. Die Menschen finden sich schließlich in einer Zeit wieder, die völlig anders ist als jene, in der sie aufgebrochen sind.

Es stellt sich dann auch noch heraus, daß der Planet, den die Hawking-Crew als ihre neue Heimat ausgesucht hatte, nicht mehr existiert. Er wurde schon vor einiger Zeit vom "Planeten-Killer" aus der Episode "The Doomsday Machine" zerstört. Selbst wenn die Hawking ihr Ziel erreicht hätte, hätte ihre Besatzung dort keinen bewohnbaren Planeten mehr vorgefunden.

Die Entdeckung der Hawking ist vor allem für Chekov eine positive Überraschung. An Bord ist nämlich sein Vorfahre Dmitri Sergeievich Glakov, über den man sich in seiner Familie immer noch so manche Geschichte erzählt. Glaubt man diesen Geschichten, war Glakov nicht gerade ein Engel, hat andererseits aber auch keine wirklich schweren Verbrechen begangen.

Nun muß man natürlich überlegen, was man mit den Leuten aus der Vergangenheit macht. Sie zu ihrem ursprünglichen Ziel zu bringen, ist nicht mehr möglich, da der Planet zerstört ist, und sie auf der Erde - ihrem Heimatplaneten - abzusetzen erscheint der Enterprise-Crew auch nicht als die ideale Lösung, zumal die Erde mittlerweile völlig anders aussieht und sich das auf die Hawking-Crew möglicherweise alles andere als positiv auswirken würde. Deshalb wurde nach einer Kolonie gesucht, die die Leute aufnehmen könnte. Der Planet Merope IV scheint der ideale Platz für sie zu sein. Dort wären sie nicht ganz alleine, hätten andererseits aber auch noch sehr viel neues Land zur Verfügung, da mit dem Aufbau der Kolonie erst vor relativ kurzer Zeit begonnen wurde. Außerdem haben sich die Kolonisten dort bereits dazu bereit erklärt, die Leute aufzunehmen.

Die Hawking-Crew entscheidet sich schließlich unter der Leitung ihres Captains Cortes dafür, das Angebot anzunehmen und sich auf Merope IV niederzulassen. Doch als die Enterprise den Planeten erreicht, scheinen die dort beheimateten Kolonisten plötzlich nicht mehr so glücklich über die Ankömmlinge zu sein. Anscheinend kämpfen sie selbst mit irgendeinem Problem...

"Across the Universe" ist mit nur 217 Seiten ein vergleichsweise dünnes Buch, das leider dennoch abschnittsweise etwas langweilig wird, weil man das Gefühl hat, es würde einfach nichts weitergehen. Davon betroffen ist vor allem der erste Teil der Geschichte. Im Laufe der Geschichte verändert sich das dann aber glücklicherweise.

Etwas seltsam erscheint mir, daß sich die Kolonisten auf Merope IV mit ihrem Problem nicht sofort an die Enterprise wenden. Stattdessen versuchen sie, die Geschehnisse über einige Zeit hinweg vor der Enterprise-Crew geheimzuhalten, obwohl für sie in keinster Weise negative Auswirkungen zu befürchten wären, wenn sie die Enterprise informieren würden, und von den Autoren auch sonst keinerlei Motiv für diese Vergangsweise geliefert wird. Aber auch die Enterprise-Crew selbst verhält sich nicht sehr logisch. Auf die Idee, einen Kommunikationsversuch mit dem "Feind" zu wagen, kommt man erst, nachdem man die Phaser ausgiebigst ausprobiert hat und diese primär den "Erfolg" hatten, daß die Enterprise in einem Gegenangriff schwer beschädigt wurde.

Trotz dieser nicht ganz so tollen Elemente ist "Across the Universe" aber größtenteils ganz angenehm zu lesen. Nett ist zum Beispiel die kurze Erwähnung des "Planeten-Killers". Außerdem haben es Pamela Sargent und George Zebrowski geschafft, alle Stamm-Charaktere mit Ausnahme von Scotty in der Geschichte halbwegs "gleichberechtigt" vorkommen zu lassen, auch wenn Captain Kirk natürlich etwas im Vordergrund steht.

Fazit: Dieses Buch ist sicher kein Muß, andererseits kann es für Classic-Fans aber durchaus ganz nett zu lesen sein.

© Patrick Ahrer
(patrick@afss.cjb.net)


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